Aftermarket als Teil der Sanktionen

Veröffentlicht am 01.06.2022

FIGIEFA hat die jüngsten Entwicklungen, die durch den von Russland initiierten Einmarsch in die Ukraine ausgelöst wurden und denen nun Millionen unschuldiger Bürger zum Opfer fallen, genau verfolgt. Schon nach wenigen Wochen hat sich dieser Krieg zu einer humanitären Katastrophe entwickelt. Die russische Aggression schadet auch direkt den von FIGIEFA-Mitgliedern vertretenen Unternehmen, ihren Mitarbeitern und deren Familien. Die FIGIEFA-Mitglieder leisten finanzielle Unterstützung für die Flüchtlinge, unterstützen aber auch insbesondere Familien aus ukrainischen Vertriebsstellen für Ersatzteile. FIGIEFA ist der europäische Verband und die politische Vertretung der unabhängigen Händler von Autoersatzteilen gegenüber der Europäischen Union.

FIGIEFA verurteil die Aggression

FIGIEFA verurteilt diese brutale Aggression und die Verletzung der europäischen Grundprinzipien: Demokratie, Souveränität, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Wahlfreiheit auf europäischem Territorium. Die Europäische Union, das Vereinigte Königreich, die Vereinigten Staaten von Amerika und andere Länder haben eine breite Palette von Maßnahmen zur Einschränkung des Handels mit Russland und Weißrussland sowie zur Verhängung von Sanktionen gegen Personen, Institutionen und Unternehmen mit Verbindungen zu Russland oder Weißrussland (die „Sanktionen“) ergriffen.

Aftermarket als Teil der Sanktionen

Mit einem Produktportfolio von bis zu 300.000 Ersatzteilen für leichte und schwere Kraftfahrzeuge kann der unabhängige Kfz-Teilehandel eine wichtige Rolle bei der erfolgreichen Anwendung der Sanktionen spielen. Eine Unterbrechung der Ersatzteillieferungen, die als Güter mit doppeltem Verwendungszweck gelten, wird die Kontinuität, die Funktionalität und die Logistikkapazitäten russischer Transport- und Militärfahrzeuge beeinträchtigen. Dies wird auch die Wartung von Luxusfahrzeugen beeinträchtigen, die in die EU-Sanktionen aufgenommen wurden, die sich gegen die Entourage des russischen Staatschefs richten und die Ausfuhr von Luxusgütern verbieten.

Russland hat das Vertrauen von Handelspartner verspielt

Neben den humanitären Aspekten glauben die FIGIEFA-Mitglieder an die Rechtsstaatlichkeit, die freie Wahl der Verbraucher, den freien Handel und den freien Wettbewerb im Rahmen der globalen, europäischen und nationalen Regeln und Vorschriften. Mit seiner Aggression hat Russland das Vertrauen von Investoren und Handelspartnern in ein gemeinsames zukünftiges Wachstum zerstört, das sowohl der Wirtschaft als auch den Verbrauchern in Russland zugute kommt.

FIGIEFA unterstütz die Sanktionen

In ständiger Anerkennung der Rechtsstaatlichkeit und der Ziele, die mit diesen Sanktionen erreicht werden sollen, ruft FIGIEFA nicht nur seine Mitglieder, sondern alle Akteure in der Wertschöpfungskette des automobilen Aftermarkets – von der Produktion von Waren bis zur Lieferung von technischen Informationen und Dienstleistungen – dazu auf, die Sanktionen zu befolgen und ein Höchstmaß an Sorgfalt anzuwenden. Der sicherste und wirksamste Weg, die Einhaltung der Sanktionen zu gewährleisten, ist die Einstellung aller Handelsaktivitäten mit Russland und Belarus. In diesem Zusammenhang ist sich FIGIEFA bewusst, dass schwierige Umstände, ja sogar schwerwiegende negative Folgen für ausländische Unternehmen in Russland haben könnte.

Darüber hinaus ruft FIGIEFA dazu auf, auch kommerzielle Aktivitäten in anderen Ländern, z.B. in den Nachbarländern Russlands, gründlich zu überprüfen, um eine mögliche Umgehung der Sanktionen durch Reexporte zu vermeiden. Weiter fordert FIGIEFA die Europäische Union auf, in bilateralen Gesprächen mit Drittländern, die nicht direkt dem EU-Recht unterliegen, eine mögliche Umgehung der Sanktionen anzusprechen, um den Erfolg der Sanktionen zu gewährleisten.

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