So wird das Auto frühlingsfit

Veröffentlicht am 15.03.2021

Wenn die Autos an Ostern zum Radwechsel in die Werkstatt kommen, haben sie dieses Jahr einen harten Winter mit Eis, Schnee und Streusalz hinter sich. TecAlliance, einer der führenden Datenmanagement-Spezialisten im freien Kfz-Teilemarkt, unterstützt freie Werkstätten mit der Lösung TecRMI beim Radwechsel und Frühjahrs-Check. Werner Kordmann, der als Kfz-Meister bei TecAlliance die Brücke zwischen Daten und Werkstattpraxis schlägt, erklärt, was Werkstätten jetzt beachten sollten.

Vorbereitung ist alles: Fahrzeuge richtig heben

Vor dem Start eines Reifenwechsels muss das Fahrzeug zuerst angehoben werden. Kunststoffteile werden zunehmend im Einstiegsbereich des Fahrzeugbodens eingebaut. Wird das Fahrzeug an der falschen Stelle angehoben, kann es zu Beschädigungen kommen. Die korrekten Hebepunkte sind in den TecRMI-Anleitungen genau dargestellt.

Kfz-Experte Kordmann hat noch einen weiteren Tipp:

„Bei Fahrzeugen mit einem Luftfahrwerk ist es wichtig, dass das Fahrzeug vor dem Anheben in den Wartungsstatus gebracht wird. Sonst kann der Luftfederbalg beschädigt werden, was eine teure Reparatur nach sich ziehen würde. In unseren Anleitungen ist beschrieben, wie der Wartungsmodus für das jeweilige Fahrzeug aktiviert wird und was dabei zu beachten ist.“

Sicherheit geht vor!

Um die Sicherheit des Fahrzeugs zu gewährleisten, müssen rund um den Reifenwechsel verschiedene Einstellwerte beachtet werden.

„Besonders bei den Anzugsdrehmomenten der Schrauben und Radmuttern müssen die Herstellervorgaben exakt eingehalten werden“, betont Kordmann. „Und dann muss der Kunde natürlich darauf hingewiesen werden, dass er nach einer gewissen Laufzeit noch einmal zum Nachziehen in die Werkstatt kommt da sich die Schrauben und Muttern etwas lockern können.“

Erkennt der Monteur bei der Demontage, dass die Reifen einseitig abgefahren sind, sollte die Achseinstellung überprüft und der Kunde informiert werden, dass die Achse verstellt ist. Letztlich spart der Kunde so bares Geld, da nicht auch der neu montierte Radsatz schnell verschleißt und ersetzt werden muss.

Welcher Reifen mit welchem Luftdruck?

Im Fahrzeugschein ist meist nur noch eine Standardgröße der zulässigen Bereifung angegeben. Je nach Fahrzeug gibt es aber eine ganze Reihe Alternativen. Nach Eingabe der Herstellerschlüsselnummer (HSN), Typschlüsselnummer (TSN) bzw. Versionsnummer des Fahrzeuges werden in TecRMI alle möglichen Räder- und Reifenkombinationen angezeigt.

Ist dann der passende Radsatz geliefert, muss noch der Luftdruck überprüft und an die vorgesehene Belastung angepasst werden. Die vom Hersteller vorgeschriebenen Werte werden nicht mehr in jedem Fahrzeug angegeben, können jedoch ebenfalls in den TecRMI-Einstellwerten abgerufen werden.

Alle Informationen rund um RDKS

Ein weiteres wichtiges Thema beim Radwechsel ist das bei vielen Fahrzeugen vorhandene Reifendruckkontrollsystem (RDKS). TecRMI bietet Anleitungen zum Austausch von Reifendrucksensoren sowie Informationen zu den verschiedenen Methoden zum Anlernen von RDKS.

Bei der Montage von neuen Kompletträdern bzw. bei saisonbedingtem Radwechsel wird oft ein Diagnose-Tool zum Anlernen benötigt. In diesem Fall sollte der Kunde darauf hingewiesen werden, dass er den Radwechsel nicht selber machen kann. Die TecRMI-Daten beinhalten zu diesen Fahrzeugen eine entsprechende ID, sowie die notwendigen Anleitungen zum Anlernen.

Schnell und einfach zusätzlichen Umsatz generieren

„Der Radwechsel ist für die Werkstatt eine gute Gelegenheit, sich einen Überblick über den Zustand des Fahrzeugs zu verschaffen. Wenn das Auto auf der Hebebühne ist und die Reifen demontiert sind, habe ich z.B. einen guten Blick auf die Achsaufhängung und Bremsanlage – das sollte man auf jeden Fall nutzen. Der Kunde profitiert auch davon und fühlt sich gut aufgehoben, wenn er direkt auf Schwachstellen hingewiesen wird und nicht kurze Zeit später wieder in die Werkstatt muss“, erklärt Kordmann.

Werner_Kordmann_TecAlliance_1TecAlliance stellt als zusätzlichen Service eine Reihe von Checklisten zur Verfügung, mit denen Werkstätten ihren Kunden optimale Beratung und Transparenz bieten und so Vertrauen aufbauen. Anhand der Liste für den Radwechsel werden zum Beispiel Profil, Zustand und Sicherheit der zu montierenden Räder, Reifendruckkontrollsystem (RDKS) sowie die Batterien der RDKS-Sensoren geprüft. Der demontierte Radsatz wird ebenfalls kontrolliert, damit die Werkstatt bei Bedarf rechtzeitig neue Reifen für den Kunden beschaffen kann.

Die Listen für Frühjahrs-Check, Korrosionsschutzkontrolle und Verdeck-Check bieten Möglichkeiten für zusätzliche Umsätze, z.B. durch das Auffüllen von Flüssigkeiten oder den Austausch von Verschleißteilen. Der Kunde erhält eine übersichtliche Liste, welche Arbeiten und Überprüfungen mit welchem Ergebnis durchgeführt wurden. So hat er das gute Gefühl, sich voll und ganz auf seine Werkstatt verlassen zu können.

Starker Partner für freie Werkstätten

Mit TecRMI bietet TecAlliance 3,9 Millionen Reparaturanleitungen, 4,2 Millionen Servicepläne mit 22,8 Millionen Arbeitswerten und 7,7 Millionen technische Daten. Zusätzliche Services wie Tipps & Tricks, eine Reihe von Checklisten sowie die Expert Hotline runden das Angebot ab.

Großhändler können diese Daten und Anleitungen in ihre eigenen Teilekataloge einbinden; diese werden dann direkt beim Fahrzeug oder bei der Artikelsuche angezeigt. Die Integration von TecRMI in die Prozessabläufe der Werkstatt ermöglicht eine deutlich effizientere Abwicklung der Arbeitsabläufe – von der Direktannahme bis zur Reparatur und Wartung des Fahrzeugs nach Herstellervorgaben; die Werkstattauslastung und die Kundenbindung werden erhöht. Quelle: TecAlliance

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