Weniger Werbung im Aftermarket

Vielleicht ist ein Leben ohne Werbung vorstellbar – Doch heutzutage ist das unmöglich. Die gesamte Wirtschaft lebt von Werbung und Marketing um auf ihre Produkte aufmerksam zu machen. Insbesondere in stark umkämpften Branchen mit vielen Marktteilnehmern und einer vielfältigen Produktauswahl ist Werbung essenziell um eine gewisse Markenbekanntheit zu schaffen. Der Kfz-Reparatur- und Ersatzteilmarkt bzw. Aftermarket ist genauso so ein Markt. Hier konkurriert eine Vielzahl an Unternehmen um die Gunst der Kunden. Sowohl Kfz-Betriebe, Autohäuser als auch der Teilehandel sind besonders im Fokus. Dabei wird oft ein Marketing-Mix aus verschiedenen Kanälen genutzt wie Anzeigen in Fachzeitschriften bzw. Printmedien, Online-Werbung wie auch Aktionen, Kampagnen oder Messen.

Warum ist Werbung in Fachzeitschriften nach wie vor wichtig?

Generell entwickeln sich „moderne“ Medien wie das Internet und das Fernsehen immer mehr in ein unterhaltungsorientiertes Medium – Während gut aufbereitete Fachzeitschriften oft eine hochwertigere Informationsquelle darstellen. Denn wer etwas liest macht dies oft nicht nebenbei, sondern sehr bewusst. Oft wird sogar beim Durchblättern jede Seite von oben bis unten betrachtet und wahrgenommen. Natürlich sind immer mehr Menschen internetaffin und unterscheiden auch im Netz über qualitativ hochwertige Informationen oder eben nicht. Doch sind Fachzeitschriften immer noch ein sehr beliebtes Medium von den „Best Ager“ – sprich genau den Führungskräften und Inhabern von Kfz-Betrieben und Teilehandel, die genau die Zielgruppe der Werbemacher sind.

Die Werbung in Fachzeitschriften wird im Vergleich zu Online nicht als störend empfunden. Und stärken demnach die Glaubwürdigkeit und Qualität für das entsprechende Produkt oder die Marke. Dennoch ist in der heutigen Zeit für ein erfolgreiches werben ein Mix aus unterschiedlichen Kanälen wichtiger denn je, da die Zielgruppe oft mehrere Medien nutzt.

Werbung in Aftermarket Fachmedien

In der Studie „Werbung in Aftermarket Fachmedien“ wurden die größten Fachzeitschriften im Kfz-Reparatur und Ersatzteilmarkt (AMZ, ASP, AUTOHAUS, Kfz-Betrieb) über einen Zeitraum von drei Jahren gesichtet. Alle Werbeanzeigen wurden auf Anzahl, Umfang und Format analysiert und die entsprechenden Kosten für die jeweilige Schaltung pro Fachzeitschrift mit berücksichtigt. Aus diesen Auswertungen werden die Werbewerte und Trends dargestellt.

werbung-im-aftermarket-beispiel-werbeprofilDabei entstand eine einzigartige Datenbank von ca. 600 Unternehmen, die in den Fachmedien der Automobilwirtschaft und Aftermarket werben. Diese Datenbank enthält detaillierte Informationen jedes einzelnen Unternehmens und zeigt die Entwicklung über die vergangenen Jahre wie beispielhaft: Anzahl der Werbeanzeigen, Format der Werbeanzeigen, die Verteilung nach Fachzeitschriften und die Entwicklung der Werbewerte.

Darüber hinaus finden sich Ergebnisse und die Entwicklung einzelner Segmente wie Industrie, Teilehandel, Werkstattausrüstung / Bau, Werkstatt und Dienstleistung in der anspruchsvoll dargestellten Studie.

Auch die individuelle Auswertung der Werbeanzeigen und die entsprechenden Einnahmen der einzelnen Fachzeitschriften wurde analysiert, aufbereitet und dargestellt.

Zusammenfassung der Ergebnisse „Werbung in Aftermarket Fachmedien“

Die Ergebnisse der Studie „Werbung in Aftermarket Fachmedien“ zeigen einen signifikanten Rückgang der Anzahl von Werbeanzeigen in den analysierten Fachzeitschriften von -32 % zwischen 2017 und 2019. Entsprechend zeigt sich ein Rückgang der Werbebudgets der werbenden Unternehmen. Der berechneten Werbewert im Jahr 2017 lag bei 12,5 Millionen Euro. Im Jahr 2019 sank dieser Wert um 3,4 Millionen Euro auf 9,1 Millionen Euro. Dies ist ein Rückgang von -27% innerhalb von drei Jahren.

werbung-in-aftermarket-fachmedien-werbewerteDie Verteilung der Werbeanzeigen in den einzelnen Segmenten (Industrie, Handel, Werkstattausrüstung/Bau, Dienstleistung und Werkstatt) ist in den vergangen drei Jahren gleich stabil geblieben. Ein genauer Blick die Jahre 2018 und 2019 zeigt, dass die absoluten Werbewerte in vier von fünf Segmenten rückläufig sind und somit dem Gesamttrend widerspiegeln. Eine Ausnahme sind die Werbewerte bei „Werkstattausrüstung/Bau“. Hier blieben die Ausgaben 2019 auf dem Vorjahresniveau. Doch nicht jedes Segment ist in jeder Fachzeitschrift gleich repräsentativ und zeigt auch hier Unterschiede.

Trotz der allgemeinen Rückgänge ist die Verteilung von unterschiedlichen Anzeigenformate über den untersuchten Zeithorizont beständig geblieben. Weiterhin werden überwiegend 1-Seitige Werbeanzeigen geschaltet. Halbseitige-Anzeigen und kleinen Werbebanner folgen. Die Verteilung variiert auch hier nach Fachmedien und Segment signifikant.

Wie sieht die Zukunft der Werbung in Aftermarket Fachmedien aus?

Werbung in Aftermarket Fachzeitschriften ist und bleibt ein wichtiger Bestandteil des Marketing-Mix der gesamten Automobil- und Aftermarket-Wirtschaft um die richtige Zielgruppe zu erreichen.

Der negative Trend der Werbewerte wird sicherlich in den kommenden Jahren fortgesetzt. Durch den anhaltenden Transformationsprozess in der gesamten Branche und der Auswirkung der COVID-19 Krise werden weiterhin Kosten bei Unternehmen in der Automobil- und Aftermarket-Wirtschaft eingespart – Sicherlich auch beim Marketing und Werbung. Gleichzeitig setzten Unternehmen verstärkt auf Online-Werbung.

Um weiterhin erfolgreiches Aftermarket Marketing in Fachzeitschriften zu betreiben ist es demnach essentiell und wichtiger denn je, einen Überblick über die Werbestrategien und Werbewerte seiner Wettbewerber zu haben. Diesen einzigartigen Überblick gibt die Studie „Werbung in Aftermarket Fachmedien“ die über die E-Mail hallo@aftermarket-update.de erhältlich ist.

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