YOKOHAMA: Mit KI bei Reifenentwicklung

Veröffentlicht am 03.03.2021

Reifenhersteller YOKOHAMA hat vor kurzem ein proprietäres System etabliert, das mithilfe von KI die physikalischen Eigenschaften von Gummimischungen vorhersagen kann. Aktuell wird es bereits bei der Entwicklung von Reifenmischungen eingesetzt, welche zum einen beschleunigt, aber auch qualitativ verbessert werden soll. Zudem sinken durch die neuen Verfahren die Kosten.

Das System wurde unter dem neuen KI-Konzept von YOKOHAMA, HAICoLab – Ein Akronym, das für Humans and AI CoLaborate for digital innovation steht – entwickelt, das im Oktober 2020 eingeführt wurde. Es verwendet KI, um die physikalischen Eigenschaften einer Gummimischung auf der Grundlage der von einem Ingenieur eingegebenen Konstruktionsparameter vorherzusagen. In Zukunft wird YOKOHAMA die Verwendung dieses neuen Systems auf eine breite Palette anderer Produkte des Unternehmens ausweiten, darunter Schläuche und Förderbänder.

Die zugehörige Strategie zu HAICoLab sieht generell vor, Stärken von Mensch und Maschine so zu bündeln, dass sie sich optimal ergänzen. Konkret heißt das, dass Menschen zuvor hypothetische Szenarien entwickeln und den Rahmen abstecken, um dann mit „Maschinenhilfe“ Prognosen zu erstellen sowie Recherchen und Analysen durchzuführen. Ziel ist es, innovative Prozesse, Produkte und Dienstleistungen anzustoßen. Im nächsten Schritt tritt die KI in Aktion: Sie verarbeitet sowohl in Echtzeit, zum Beispiel aus dem Internet der Dinge, generierte als auch virtuelle Daten aus Simulationen. Damit die zugrundeliegenden Hypothesen möglichst vorurteilsfrei formuliert werden, bedient sich YOKOHAMA Erkenntnissen der Verhaltenspsychologie und -ökonomie. So will man „Denkbarrieren“ einreißen und möglichst frei in alle Richtungen forschen.

Einige konkrete Ziele des HAICoLab

  • Effektivere und schnellere Entwicklung von Struktur- und Material-Designs
  • Automatisierung von Herstellungsprozessen und stabilere Produktqualität
  • Neue Technologien und Lösungen, die nicht direkt aus dem Datenbestand abgeleitet werden können, sollen vorurteilsfrei erforscht werden
  • Nutzung der Digitalisierung, um implizites Wissen zu teilen und den Technologie-Austausch zu fördern

Quelle: YOKOHAMA

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