Umsatzzahlen von Rheinmetall Automotive

Rheinmetall Automotive mit robuster Entwicklung in schwachem Marktumfeld

Die Rheinmetall Automotive AG hat sich auch im ersten Halbjahr 2019 besser als die internationale Automobilkonjunktur entwickelt, konnte sich von der rückläufigen Entwicklung der globalen Automobilmärkte aber nicht abkoppeln. Die Zahl der weltweit produzierten Light Vehicles (Fahrzeuge unter 6t) war im ersten Halbjahr 2019 um 6,7% rückläufig. Rheinmetall Automotive verbuchte mit 1.441 MioEUR einen um 50 MioEUR oder 3,4% reduzierten Umsatz (Vorjahr: 1.491 MioEUR) und blieb damit deutlich unter dem Produktionsrückgang der Branche. Währungsbereinigt ging der Umsatz um 4% zurück. Das operative Ergebnis des Unternehmens reduzierte sich um 31 MioEUR auf 102 MioEUR. Die operative Marge blieb mit 7,1% dennoch auf einem vergleichsweise hohen Niveau (Vorjahr: 8,9%).

Dazu Horst Binnig, Vorsitzender des Vorstandes der Rheinmetall Automotive AG:

„Auch vor dem Hintergrund einer schwächer werdenden Absatzsituation auf den internationalen Automobilmärkten zeigt sich für Rheinmetall Automotive, dass wir aufgrund unseres starken Produktportfolios vor allem in den wichtigen Bereichen Schadstoffreduzierung und Leichtbau nach wie vor bei Umsatz und Ergebnis deutlich über der allgemeinen Entwicklung des Marktes liegen“.

Die Division Mechatronics wies nach sechs Monaten des Jahres 2019 einen Umsatz von 808 MioEUR aus, das sind 38 MioEUR weniger als im Vorjahr. Dieser Rückgang ist zum Großteil auf die rückläufige Entwicklung der Pkw-Märkte und insbesondere auf die anhaltend schwache Entwicklung bei Diesel-Pkw zurückzuführen, der durch höhere Umsätze im Lkw-Geschäft sowie mit Pumpen nicht ausgeglichen werden konnte. Das operative Ergebnis reduzierte sich von 90 MioEUR im Vorjahr auf 66 MioEUR im ersten Halbjahr 2019.

Die Umsatzerlöse der Division Hardparts lagen im ersten Halbjahr 2019 mit 503 MioEUR trotz des schwierigen Marktumfelds auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 504 MioEUR). Das marktbedingt rückläufige Geschäft im Bereich Gleitlager konnte durch höhere Umsätze im Bereich Großkolben und durch einen Anlagenverkauf ausgeglichen werden. Das operative Ergebnis lag bei 22 MioEUR nach 35 MioEUR im Vorjahr.

In der Division Aftermarket reduzierten sich die Umsatzerlöse in den ersten sechs Monaten 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12 MioEUR auf 177 MioEUR. Schwächen zeigten dabei vor allem die Absatzregionen Westeuropa und Nordamerika. Stabile Deckungsbeiträge und ein striktes Kostenmanagement führten dazu, dass das operative Ergebnis zum Halbjahresstichtag trotz des Umsatzrückgangs wie im Vorjahr 17 MioEUR erreichte.

Die in den Umsatzzahlen von Rheinmetall Automotive nicht enthaltenen Joint Venture-Gesellschaften in China erreichten im ersten Halbjahr 2019 in einem deutlich rückläufigen Marktumfeld – die Light-Vehicles-Produktion in China sank um 13,5% gegenüber dem Vorjahreszeitraum – mit 457 MioEUR einen um 10 MioEUR oder 2,2% erhöhten Umsatz (Vorjahr: 447 MioEUR). Akquisitionsbereinigt verzeichneten die Joint Ventures in China einen leichten Umsatzrückgang um 1,3%, der damit aber deutlich unter dem Pkw-Produktionsrückgang in China geblieben ist.

Ausblick für das Jahr 2020

Die Vorhersagen für die Entwicklung der globalen Automobilproduktion in der zweiten Jahreshälfte 2019, für die ursprünglich eine spürbare Markterholung erwartet wurde, haben sich gewandelt und verschlechtert. Die Experten des Marktforschung IHS Markit haben die Prognose für das Jahr 2019 auf einen Produktionsrückgang von 3,7% beschränkt. Eine große Anzahl von Fahrzeughersteller und  Zulieferer rechnen – gemessen am Vorjahreswert – aktuell mit einem Rückgang der globalen Automobilproduktion zwischen 4% und 5%. Dieser Annahme schließt sich Rheinmetall Automotive auch an.

Vor dem Hintergrund dieser eingetrübten Marktsituation prognostiziert Rheinmetall für den Unternehmensbereich Rheinmetall Automotive nicht mehr einen stagnierenden bis leicht positiven Umsatzverlauf, sondern rechnet für das Gesamtjahr 2019 mit einer leicht rückläufiger Umsatzentwicklung zwischen -2% bis -3%. Ausgehend von dieser Erwartung für das Automobilgeschäft und der daraus abgeleiteten neuen Prognose rechnet Rheinmetall Automotive 2019 mit einer operativen Marge von rund 7%, nach einer bisherigen Prognose von rund 8%, bei der noch eine deutliche Markterholung in der zweiten Jahreshälfte unterstellt war

Quelle: Rheinmetall Automotive

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