Der Fachkräftemangel in der Kfz-Branche spitzt sich weiter zu – das zeigte sich deutlich auf der MSX-Messe der Einkaufskooperation Carat. Christian Cloppenburg, Gründer des „Schrauberblogs“ und erfahrener Kfz-Technikermeister, nutzte seine Bühne für eine klare Botschaft: Handwerksbetriebe müssen sich wandeln, digitaler denken und sichtbarer werden. Die Schrauberblog GmbH hat sich genau darauf spezialisiert – mit Social Media Konzepten, Recruiting-Kampagnen und Fachwissen aus erster Hand.
Status quo: Fachkräftemangel wird zur Dauerkrise
In einer von „Qualität ist Mehrwert“ durchgeführten Umfrage unter den Messebesuchern der MSX 2025 gaben 60 % an, dass es „sehr schwierig“ sei, neue Fachkräfte zu gewinnen. Weitere 40 % sprachen von einer generell schwierigen Lage. Vor allem Karosseriebetriebe äußerten starke Frustration. Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt, Quereinsteiger fehlen und auch Bewerbungen von ausgelernter Fachkräften sind rar.
Diese Zahlen unterstreichen, dass es sich nicht um temporäre Personalengpässe handelt, sondern um ein strukturelles Problem. Betriebe stehen zunehmend unter Druck – doch viele setzen auf überholte Maßnahmen oder resignieren angesichts ausbleibender Erfolge.
Schrauberblog: Vom Handwerk zur Agentur mit Werkstattanschluss
Christian Cloppenburg spricht auf der Bühne nicht als Theoretiker, sondern als Praktiker mit eigener Werkstatt und Social Media Plattform. Mit der Schrauberblog GmbH wurde ein Unternehmen aufgebaut, das Marketing für Werkstätten aus Werkstattperspektive denkt. Dabei geht es nicht um Hochglanzbroschüren, sondern um authentischen Content – vom Oldtimerprojekt bis zur Pizza-Pause mit dem Team.
Durch tägliches Posting, geschulte Contentproduktion und ein klares Verständnis für Social-Media-Algorithmen hat sich die Schrauberblog GmbH zur etablierten Anlaufstelle für Werkstätten entwickelt, die neue Wege gehen wollen – insbesondere im Bereich Recruiting.
Recruiting neu denken: Warum Social Media kein Nebenjob ist
Laut Cloppenburg nutzen aktuell nur rund 50 % der Kfz-Betriebe aktiv Social Media – und das oft halbherzig. Mal wird ein Praktikant betraut, mal der Azubi mit Handy ausgestattet – ohne Konzept, ohne Regelmäßigkeit. Der Vortrag verdeutlichte: Wer neue Fachkräfte sucht, muss zuerst sichtbar sein. Und Sichtbarkeit entsteht durch regelmäßige, authentische und zielgerichtete Kommunikation.
Social Media ist keine Vertriebsplattform, sondern die Bühne, um einen Betrieb als Arbeitgebermarke zu präsentieren. Dazu gehören Einblicke in den Alltag, Teamaktionen, Kundenprojekte, Restaurierungen, Gespräche mit Auszubildenden – eben all das, was eine Werkstatt von außen greifbar macht.
Werte, Kultur und Sinnstiftung als neue Währung im Handwerk
Besonders eindringlich sprach Cloppenburg über den Wandel im Selbstverständnis des Handwerks. Der Beruf des Kfz-Mechatronikers zählt zwar nach wie vor zu den beliebtesten Ausbildungsberufen, doch die Ansprüche junger Menschen haben sich verändert. Es geht nicht mehr nur um Technik – es geht um Sinn, Gemeinschaft und Wertschätzung.
Fragen wie „Welche Mission hat mein Betrieb?“ oder „Was macht meine Arbeit sinnvoll?“ spielen zunehmend eine Rolle – und genau diese Antworten müssen Werkstätten künftig liefern. Cloppenburg betont: Ein sicherer Arbeitsplatz, faire Bezahlung, ein gutes Teamklima und Entwicklungsperspektiven müssen kommuniziert und sichtbar gemacht werden.
Die richtige Content-Strategie: Sichtbarkeit statt Hochglanz
Ein erfolgreiches Social-Media-Recruiting basiert auf einem klaren Konzept. Dazu zählen:
- Regelmäßigkeit: Mindestens ein bis zwei Beiträge pro Woche.
- Relevanz: Inhalte, die echten Einblick geben – statt reiner Werbung.
- Ressourcen: Social Media ist kein Nebenjob. Es braucht klare Zuständigkeiten und Schulungen.
- Plattformwahl: Der Start ist wichtiger als die perfekte Plattform. Hauptsache, der erste Schritt wird gemacht.
- Rechtssicherheit: Gewerbliche Inhalte unterliegen anderen Regeln – von Musikrechten bis zur Bildnutzung.
Bei Schrauberblog sind es mittlerweile über 18.000 Beiträge – ein Resultat aus acht Jahren strategischer Arbeit. Die daraus entstandene Reichweite wirkt als Verstärker für Employer Branding, Kundenbindung und Bekanntheit in der Zielgruppe.
Schrauberjobs: Bewerbungen in 60 Sekunden
Als Antwort auf die Herausforderungen im Recruiting wurde zusätzlich „Schrauberjobs“ ins Leben gerufen – eine Plattform, auf der sich Interessierte in nur 60 Sekunden bewerben können. Ergänzt wird das Angebot durch Schulungen zu rechtssicheren Stellenausschreibungen und Beratung im Bereich digitales Recruiting.
Die Plattform richtet sich speziell an das Kfz-Gewerbe und bietet Betrieben Werkzeuge, um zeitgemäß und professionell nach Fachkräften zu suchen – inklusive Videotutorials und Beispielen aus der Praxis.
Fazit: Fachkräftesicherung beginnt mit Sichtbarkeit
Der Auftritt von Christian Cloppenburg auf der MSX machte deutlich: Der Wandel im Recruiting ist unausweichlich – doch mit Authentizität, digitalem Know-how und klaren Werten kann jeder Betrieb Teil der Lösung werden. Social Media ist keine Spielerei, sondern ein strategisches Werkzeug zur Fachkräftegewinnung. Und genau hier setzt Schrauberblog an – mit Know-how aus dem Handwerk, für das Handwerk. Q: Schrauberblog.com
FAQ
Wie hilft Social Media beim Recruiting in Kfz-Betrieben?
Social Media macht Werkstätten sichtbar und zeigt, wie dort gearbeitet und gelebt wird. Über regelmäßige, authentische Beiträge können Betriebe Vertrauen aufbauen und junge Menschen für eine Ausbildung oder Anstellung begeistern. Sichtbare Unternehmenskultur wird zum Wettbewerbsvorteil.
Warum reicht eine klassische Stellenanzeige heute nicht mehr aus?
Klassische Anzeigen erreichen junge Zielgruppen kaum noch. Stattdessen informieren sich Bewerber über Social Media, YouTube oder TikTok. Ohne digitale Präsenz wirken viele Betriebe unmodern oder uninteressant. Authentische Inhalte ersetzen heute viele klassische Maßnahmen.
Welche Inhalte eignen sich besonders für Social Media?
Geeignet sind Einblicke in den Werkstattalltag, Teamaktionen, Kundenprojekte, Vorstellung von Azubis oder kleine Erfolgsgeschichten. Wichtig ist, echte Geschichten zu erzählen – nahbar, ehrlich und mit Wiedererkennungswert. Dadurch entsteht emotionale Bindung.
Was ist Schrauberjobs und wie funktioniert es?
Schrauberjobs ist eine spezialisierte Plattform für das Kfz-Gewerbe, die Bewerbungen per Smartphone innerhalb von 60 Sekunden ermöglicht. Ergänzt wird das Angebot durch Schulungsvideos, rechtssichere Vorlagen und individuelle Beratung für Betriebe.

