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Knorr-Bremse: Anteile an Autobrains

Veröffentlicht am 03.11.2021
Knorr-Bremse, Weltmarktführer für Bremssysteme sowie ein führender Anbieter weiterer Systeme für Schienen- und Nutzfahrzeuge, hat rund 25 Mio. USD in das israelische Start-up Autobrains investiert und erhält im Gegenzug einen Unternehmensanteil von rund 5 Prozent. Autobrains bietet videobasierte Objekterkennung an, um Systemlösungen für Fahrerassistenzsysteme und das automatisierte Fahren zu ermöglichen.

„Wir freuen uns sehr, heute unsere Partnerschaft mit dem Artificial Intelligence (AI) Start-up Autobrains bekannt zu geben. Die bewährte selbstlernende AI-Technologie von Autobrains hat das Potenzial, die ADAS- und HAD-Entwicklung in der Nutzfahrzeugindustrie entscheidend zu prägen“, sagt Dr. Jan Mrosik, CEO der Knorr-Bremse AG.

Die videobasierte Erkennungssoftware unterscheidet sich grundlegend von traditionellen Deep-Learning-Systemen. Selbstlernende AI benötigt weniger Daten und Rechenleistung, was Entwicklungszeiten und -kosten deutlich reduzieren kann. Darüber hinaus ist sie unabhängig von der zugrundeliegenen Hardware.

„Damit kann Knorr-Bremse schnell und flexibel auf die unterschiedlichen Anforderungen im Nutzfahrzeuggeschäft reagieren, das durch eine hohe Anzahl von Fahrzeugtypen mit unterschiedlichen Einbausituationen und neuen Gesetzgebungen gekennzeichnet ist. Diese Flexibilität ist insbesondere für bestimmte Märkte in Asien notwendig. Deshalb passt diese strategische Investition gut zu unserer ADAS- und HAD-Strategie für den Nutzfahrzeugbereich“, ergänzt Dr. Peter Laier, Mitglied des Vorstands der Knorr-Bremse AG und verantwortlich für die Division Systeme für Nutzfahrzeuge.

AI für Fahrassistenzsysteme

Die Kooperation ergänzt die bestehende Partnerschaft zwischen Knorr-Bremse und Continental hinsichtlich Radar- und Kamerasystemen für Fahrerassistenzsysteme und das automatisierte Fahren. Die selbstlernende AI von Autobrains interpretiert erfolgreich Videodaten und navigiert sicher in allen – auch in ungewöhnlichen – Fahrsituationen und Sonderfällen, in denen bisherige Objekterkennung weniger verlässlich ist. Dies erhöht die Verkehrssicherheit, beschleunigt den Einsatz von ADAS und schafft die Grundlage für die Anwendung der Autobrains-Technologie im Bereich des automatisierten Fahrens. Es steigert auch die Zugänglichkeit von ADAS in allen Marktsegmenten zu einer Zeit, in der Regulierungen mehr Fahrerassistenzfunktionen in Nutzfahrzeugen notwendig machen. Igal Raichelgauz, CEO von Autobrains, sagt:

„Wir freuen uns über die neue Geschäftsbeziehung mit Knorr-Bremse sowie die strategische Investition in unser Unternehmen. Knorr-Bremse entwickelt wichtige Technologien für eine sicherere und effizientere Mobilität. Eine Kernaufgabe von Autobrains ist es dabei, den Fortschritt in diesem Sektor zu beschleunigen. Unsere selbstlernende AI-Technologie wird Knorr-Bremse dabei helfen, ADAS- und HAD-Funktionen bereitzustellen, die im Vergleich zu herkömmlichen Deep-Learning-Systemen noch präziser sowie effizienter, sicherer und flexibler sind.“

Karl-Thomas Neumann, Chairman bei Autobrains, ergänzt:


„Knorr-Bremse ist ein idealer Partner für Autobrains, da wir gemeinsam fortschrittlichere Level der Fahrerassistenz und des automatisierten Fahrens entwickeln können. Sicherheit und Effizienz sind für die Nutzfahrzeugindustrie von entscheidender Bedeutung, und wir sehen schon jetzt, dass diese Branche die Führung auf dem Weg zum hochautomatisierten Fahren übernehmen wird.“

Das AI-Start-up Autobrains ging 2019 aus dem AI-Tech-Unternehmen Cortica mit Sitz in Tel Aviv hervor, um videobasierte Objekterkennung für die Automobilindustrie zu entwickeln. Autobrains nutzt dabei einen signaturbasierten, nicht angeleiteten AI-Ansatz. Als ein führendes Unternehmen im Bereich der videobasierten Objekterkennung ist Autobrains auf rund 80 Mitarbeiter angewachsen und wird von einem sehr erfahrenen Management-Team und einem R&D-Team mit Expertise im Bereich der Erkennungssoftwarelösungen geleitet. Quelle: Knorr-Bremse

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