Continental begleitet MAN eTGM Projekt

Veröffentlicht am 20.05.2021

Die Elektrifizierung des urbanen Verteilerverkehrs birgt großes Potenzial. Mit dem Einsatz von Elektro-Lkw im Lieferverkehr lassen sich die CO2-Emissionen sowie die Lärmbelastung in Innenstädten deutlich senken. Die Umstellung einer Flotte auf Elektroantrieb bedarf allerdings einiger Voraussetzungen: Es braucht eine neue Ladeinfrastruktur, andere Stromnetze, andere Arbeitsabläufe und nicht zuletzt die passenden Reifen. Die Reifenentwickler von Continental folgen bei der Weiterentwicklung des Portfolios für das Segment E-Mobility dem Anforderungsprofil ihrer Kunden. Das Unternehmen begleitet bereits seit Jahren die Praxiserprobung von Elektro-Lkw und sammelt Informationen für einen an den Elektroantrieb angepassten Nutzfahrzeugreifen. Im Einsatz ist vorerst der robuste Reifen Conti Hybrid für den Regionaleinsatz.

Conti Hybrid im Praxiseinsatz an E-Lkw

Die österreichische Stieglbrauerei hat seit Herbst 2018 einen Elektro-Lkw von MAN in ihrem Fuhrpark. Die Reifen Conti Hybrid HS3 und HD3 sind bereits mehr als 23.000 Kilometer gelaufen. Der Lkw fährt acht Stunden täglich und ist dabei im innerstädtischen Bereich und im Umkreis von rund 50 Kilometer um Salzburg unterwegs.

„Die Reifen von Continental laufen in allen Fahrsituationen hervorragend. Nicht nur beim Anfahren kann ich mich auf den Grip der Reifen super verlassen“, berichtet Dominik Lackner, Fahrer bei Stiegl. „An der Ampel starte ich genauso schnell wie der Pkw neben mir auf der Straße, ein ganz neues Gefühl.“ Eine wichtige Rückmeldung, die Kurt Bergmüller, Vertriebsleiter bei Continental Reifen Austria GmbH, regelmäßig einholt. „Wir verfolgen den Zustand der Reifen und holen uns das Feedback der Fahrer und Fuhrparkleiter. Ich freue mich, dass unsere Reifen die Performance und das Potenzial für den Einsatz in der Elektromobilität haben. Damit leisten sie einen wesentlichen Beitrag, um die Lärm- und die Schadstoffemissionen zu reduzieren und tragen dazu bei, die fossilen Energiequellen zu schonen.“

MAN E-Truck-Pilotprojekt mit Firmenkonsortium CNL

Die Stieglbrauerei ist eine von acht österreichischen Firmen aus den Bereichen Handel, Logistik und Produktion, mit denen MAN 2018 eine intensive Praxiserprobung vollelektrischer Lkw im regulären Logistikbetrieb startete. Die Firmen sind Teil des Konsortiums CNL, einer bislang europaweit einzigartigen Initiative von 18 österreichischen Firmen, die unter der Leitung der Universität Wien gemeinsam am Zukunftsthema nachhaltige Logistik arbeiten.

Reifen von Continental für E-Lkw im städtischen Lieferverkehr

Technologisch ist die Entwicklung von Reifen für Elektro-Lkw für den innerstädtischen und den regionalen Lieferverkehr eine Herausforderung.

„Die neue Antriebsform fordert von uns neue Entwicklungskonzepte“, sagt Hinnerk Kaiser, Leiter der Reifenentwicklung bei Continental. „Technologisch besonders anspruchsvoll ist die Entwicklung von E-Reifen, die einerseits dem höheren Drehmoment standhalten, möglichst geringe Abrollgeräusche produzieren und die momentan noch recht schweren Batterien tragen können und andererseits die gleiche Lebensdauer und die gleiche Sicherheit gewährleisten.“

Charakteristisch für den Lieferverkehr sind häufiges Stop-and-go und das Überqueren von Bordsteinkanten.

„Reifen an Elektro-Lkw sind bei der Anfahrt und der Beschleunigung einem höheren Drehmoment ausgesetzt“, ergänzt Kaiser.

Zudem sei die Fahrzeugabbremsung ein wichtiger Faktor. Der Elektromotor erzeuge beim Bremsvorgang Strom für die Ladung der Batterie. Diese Rekuperation stelle für die Reifen der Antriebsachsen eine zusätzliche Anforderung dar. Zudem stünden die Abrollgeräusche besonders im Innenstadtbereich im Fokus.

„Gerade im innerstädtischen Verkehr sollen Fahrzeuge leise unterwegs sein, um den Komfort des Elektromotors nicht durch Reifengeräusche zu beeinträchtigen“, ergänzt Kaiser.

Conti Hybrid unterstützt E-Lkw als Spezialist für Regionalverkehr

Der Conti Hybrid HD3 und der HS3 kamen bei MAN eTGM im Rahmen des CNL-Praxisprojektes zum Einsatz.

„Wir haben den HD3 für die Erprobung gewählt, weil er unser Spezialist für den Regionalverkehr ist, mit hoher Laufleistung und robuster Lauffläche“, so Kaiser.

Auch der Conti Hybrid HS3 ist für den Regionalverkehr konzipiert und bietet eine hohe Laufleistung sowie ein gutes Nassrutschverhalten über die gesamte Nutzungsdauer.

„Insgesamt sind das die Eigenschaften, mit denen wir die Elektro-Lkw im innerstädtischen Verkehr derzeit bestmöglich unterstützen können.“

Enge Zusammenarbeit mit Herstellern für Entwicklung der E-Reifen

Neue Antriebe und Fahrzeugkonzepte verändern die Anforderungen an Reifen und fordern neue Entwicklungskonzepte. Im Rahmen von Entwicklungskooperationen sammelt Continental seit vielen Jahren wertvolle Praxiserfahrungen.

„Die Zielkonflikte, insbesondere zwischen Laufleistung, Brems- und Handlingsperformance, sind technisch anspruchsvoll“, erläutert Hinnerk Kaiser. „Sie stellen uns vor neue Anforderungen, aber es ist klar, dass wir keine Kompromisse bei Widerstandsfähigkeit und Bremsleistung eingehen werden.“

Angesichts des großen Bedarfs von Kommunen und Verkehrsbetrieben an emissionsfreien Elektroflotten und der rasanten Entwicklung des E-Mobility-Segments steigt auch der Bedarf an passenden Reifen. Quelle: Continental

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