CO2-Reduzierung beim Autofahren

Veröffentlicht am 18.11.2021

Elektroautos boomen und helfen bei der Reduzierung von klimaschädlichen Treibhausgasen. Doch nicht jeder kann oder will sich einen Stromer zulegen. Wer weiterhin einen klassischen Verbrenner fährt, kann trotzdem den CO2-Fußabdruck in Grenzen halten. Durch die eigene Fahrweise, die Durchführung von Wartungsmaßnahmen und durch angepasstes Verhalten hinter dem Steuer kann man Einfluss auf die Emissionen nehmen. ATU-Experte Christopher Lang informiert:

„Jeder Autofahrer kann etwas tun, um weniger CO2 auszustoßen!“

Nicht warten mit der Wartung!

„Um unnötig überhöhte Emissionen zu vermeiden, ist eine regelmäßige Wartung das A und O“, sagt Christopher Lang, Kfz-Experte bei Deutschlands größter Werkstattkette. „Denn das Abgasverhalten wird nicht zuletzt durch den Zustand verschiedener Verschleißteile wie Zündkerzen, Luft- oder Rußpartikelfilter beeinflusst. Eine Rolle spielen auch der Zustand der Brems- und Auspuffanlage sowie die regelmäßige Durchführung des Ölwechsels.“

Insbesondere bei der Klimaanlage ist eine regelmäßige Überprüfung und Wartung alle zwei Jahre wichtig, um Leckagen oder Defekte frühzeitig zu erkennen und die Umwelt nicht durch austretendes Kältemittel zu belasten.

„Autofahrer sollten darauf achten, die Inspektionsintervalle einzuhalten und Wartungstermine pünktlich zu vereinbaren“, betont Lang.

Reifen aus Recyclingmaterial

Die Wahl der richtigen Reifen habe ebenfalls Einfluss auf die Emissionen.

„Setzt man auf runderneuerte Reifen, kann man immerhin 35 kg CO2 pro Reifen sparen, die damit bei der Produktion nicht anfallen“, betont der Experte.

Die Reifen der französischen Marke Blackstar etwa durchlaufen eine hundertprozentige Kreislaufwirtschaft und bestehen zu 80 Prozent aus recycelten Materialien. Alternativ kann man sich für Reifen mit möglichst niedrigem Rollwiderstand entscheiden. Das senkt den Spritverbrauch und damit die Emissionen. Ebenfalls wichtig:

„Autofahrer sollten den Reifendruck bei jedem Tankstellenbesuch überprüfen und gegebenenfalls anpassen“, rät Lang. „Denn schon fehlende 0,3 bar erhöhen den Spritverbrauch.“ Daher empfiehlt er: „Lieber mit bis zu 0,2 bar mehr als mit zu wenig Luft auffüllen!“

Den werksseitig empfohlenen Reifendruck finden Autofahrer übrigens als Piktogramm in der Tankklappe oder am Fahrereinstieg.

Der Fahrer hat es in der Hand

Auch das Verhalten am Steuer hat einen deutlichen Einfluss auf die CO2-Emissionen: Autofahrer sollten zum Beispiel keinen unnötigen Ballast wie leere Dachgepäckträger oder Getränkekästen spazieren fahren. Auch die schweren Schneeketten kann man außerhalb der Saison getrost zuhause lassen. Stromfresser wie beheizbare Scheiben, Spiegel oder Sitze sollten nur bei Bedarf zugeschaltet werden.

„Es liegt aber nicht nur in der Hand, sondern auch im Fuß des Fahrers, etwas für die Umwelt zu tun. Das lässt sich am besten durch eine niedertourige Fahrweise erreichen. Dazu sollte man beim Anfahren zügig beschleunigen und hochschalten, um dann vorausschauend in möglichst konstantem Tempo zu fahren.“

Ein langes Autoleben

Zu guter Letzt sei jedem Auto eine möglichst lange Nutzungsdauer gegönnt, um die hohen CO2-Emissionen, die bei der Produktion entstehen, relativ zum CO2-Ausstoß durch den Kraftstoffverbrauch zu senken. Dazu sollte ein Autoleben mindestens 10 Jahre, bzw. deutlich darüber hinaus dauern.

„Wenn Autofahrer all diese Tipps beherzigen, können sie ihren CO2-Fußabdruck erheblich verringern“, schließt der ATU-Fachmann.

Quelle: A.T.U

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