LIQUI MOLY und MÉGUIN investieren 20 Millionen Euro bis zum Jahr 2015

·         Neue Vorratstanks, Abluft- und Abfüllanlagen in Ulm

·         Exportbereich vergrößert

·         Laborfläche bei MÉGUIN wird verdoppelt

·         Zusätzliche Tanklager, Abfüll-, Mischanlagen in Saarlouis sowie neue Sozialräume

Ulm / Saarlouis, Dezember 2013 – Die deutsche Wirtschaft brummt, exportiert und beschert der neuen Regierung steigende Steuereinnahmen. Diese rechnet fest damit. Mit weiterem Wachstum kalkulieren auch die Schmierstoff-Spezialisten LIQUI MOLY und MÉGUIN. Um das bewerkstelligen zu können, investiert der Unternehmensverbund bis zum Jahr 2015 rund 20 Mio. Euro an den Standorten Ulm und Saarlouis.

 

Der Löwenanteil des Investitionsvolumens entfällt auf das Mineralölwerk MÉGUIN in Saarlouis. 17,5 Mio. Euro sind für die Baumaßnahmen im Saarland veranschlagt. Die Produktionserweiterung bei LIQUI MOLY in Ulm schlägt mit 2 Mio. Euro zu Buche. Ein Teil der Maßnahmen an der Donau wurde bereits realisiert; darunter die neue Abluftanlage. Sie reinigt die in der Additivproduktion anfallende Abluft katalytisch und mit Aktivkohlefilter. Letzte Messungen vor der Installation der Anlage ergaben einen Schadstoffanteil von 0,446 kg/h. Der Grenzwert liegt bei 0,5 kg/h. „Trotz einer Produktionssteigerung von 40 Prozent erreichen wir künftig einen Wert von 0,00 kg/h oder einfacher ausgedrückt: Die Luft ist frei von Schadstoffen“, erläutert der geschäftsführende Gesellschafter des Unternehmensverbunds, Ernst Prost. LIQUI MOLY erfüllt die DIN-ISO-Standards für Qualität und Energie, weshalb auf umweltschonende Produktionsprozesse geachtet wird.

 

Die Produktionssteigerung rührt von der neuen Additivabfüllanlage. Sie ist ebenfalls schon im Einsatz. Dank ihr können Produktionsspitzen in Zukunft flexibler gehandhabt werden. Gleichzeitig entlastet die Maschine die Mitarbeiter. Unter diesen Aspekten kommt auch eine neue Prozess-Fettanlage für innovative technische Fette zum Einsatz.

 

Eine zunehmende Produktion erfordert mehr Rohstoffe. Deshalb wurde die Kapazität der Vorratstanks auf 30.000 Liter verdoppelt. Bis zum 1. Quartal 2014 werden sämtliche Erdtanks saniert und das Volumen auf 48.000 Liter erweitert sein. Auch in der Verwaltung ist Bewegung: Teile des nationalen Vertriebs bezogen ein neues Bürogebäude gegenüber der Hauptverwaltung und der Export bekommt im neuen Jahr eine zusätzliche Etage. „Damit sind wir auch für das personelle Wachstum gerüstet, welches dem der Produktion folgt“, sagt Ernst Prost. 2013 stieg die Zahl der Mitarbeiter bei LIQUI MOLY um 35 auf 365. Bei den Auslandstöchtern und MÉGUIN stießen acht bzw. zehn Mitarbeiter dazu, so dass der Firmenverbund zum Jahresende 646 Menschen zählt. Und für Januar sind insgesamt zwölf Neueinstellungen geplant.

 

Deutlich umfangreicher fallen die Investitionsvorhaben in Saarlouis aus. Sie verteilen sich auf insgesamt sechs Projekte: Ein essentielles ist die Vergrößerung des Labors. „Qualitätssicherung und Neuentwicklungen sind für unseren Unternehmensverbund lebensnotwendig und Teil des Leistungsversprechens, das wir mit dem Qualitätsmerkmal ‚Made in Germany‘ geben“, betont der Firmenchef. Neue Geräte und zusätzliche Mitarbeiter werden die Forschungs- und Entwicklungskompetenz stärken. Dazu wird die erste Etage des Laborgebäudes ausgebaut und so die Kapazität verdoppelt.

 

Das Thema Kapazität steht auch bei der Rohstoffversorgung im Blickpunkt. Neue beheizte Tanks für Rohstoffe und Mischanlagen werden das Volumen erhöhen, Abläufe verbessern, den Lieferverkehr reduzieren und die Umwelt schonen, da künftig Tankkraftwagen à 23 Tonnen statt 18 Tonnen entladen werden können. Ein höherer Produktionsausstoß und steigende Warenvielfalt machen diesen Schritt notwendig, genauso wie den Bau eines zusätzlichen Lagers mit 28 Tanks zu je 100 Kubikmetern. Diese sind für halbfertige und fertig gemischte Schmieröle vorgesehen und sollen zu mehr Flexibilität in der Produktion führen. Mehr „Beweglichkeit“ ist auch das Ziel, das mit den zu installierenden Anlagen in der Klein- und Großgebindeabfüllung verfolgt wird.

 

MÉGUIN ist eines der wenigen Unternehmen der Schmierstoffbranche, das noch über eine eigene Fettkocherei verfügt. Seit 1847 werden in Saarlouis Fette hergestellt. Über diesen Zeitraum hat sich das Unternehmen als ein wichtiger Partner der Industrie etabliert, der auch für kniffligste Problemstellungen spezielle Lösungen entwickelt und deshalb sehr gefragt ist. Der steigende Bedarf bedingt eine Erweiterung der Produktion: Neue Fettkochkessel, Kaltrührwerke und Anlagen zum Homogenisieren sind in den kommenden beiden Jahren vorgesehen. Betrieben bzw. beheizt werden die Fettkocherei, Tanks und andere Teile im Unternehmen mit Dampf. Aufgrund des steigenden Energiebedarfs wird ein neues Kesselhaus einschließlich Infrastruktur errichtet.

 

„Diese Investitionen in Maschinen wirken sich auch auf die anderen wichtigen ‚Ms‘ bei LIQUI MOLY und MÉGUIN aus, auf unsere Märkte, unsere Marke und schlussendlich auf die Menschen bei uns“, sagt Ernst Prost. Mehr Maschinen bedeuteten nicht Rationalisierung und damit weniger Menschen, sondern das Gegenteil. „Und diese Menschen sollen und müssen sich bei uns wohlfühlen.“ Ausreichend große Sozialräume tragen ihren Teil dazu bei. Zu diesem Zweck wird die oberste Etage des Verwaltungsgebäudes ausgebaut. „Nicht die Maschinen drehen das große Rad, es sind die Menschen, die jedes Unternehmen bewegen und unverwechselbar machen.“ Weil Ernst Prost die Menschen am Herzen liegen, hat der Unternehmensverbund ein so großes Investitionspaket geschnürt. Die neuen Rahmenbedingungen sollen den Beschäftigten den Mitarbeitern die Arbeit erleichtern und ihnen langfristig sichere Arbeitsplätze bieten.

 

Quelle: www.liqui-moly.de

Veröffentlicht auf Aftermarket-Update –Teilehandel, KFZ Werkstatt und mehr.

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