SKF in der Formel 1: Boxenstopp in Schweinfurt Industrie

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SKF in der Formel 1: Boxenstopp in Schweinfurt

Vom 18. bis 20. Juli rast die Königsklasse des Motorsports erstmals mit den kleineren V6-Motoren und dem erweiterten Energierückgewinnungssystem über den Hockenheimring. Das neue Antriebskonzept stellt extreme Ansprüche an das dafür verwendete Material. Mit am Start: Hochleistungsfähige Lösungen von SKF, die inzwischen als „feste Größe“ im technisch anspruchsvollen Entwicklungsprozess für neue Formel 1-Boliden gelten.

Schweinfurt, den 05. Juni 2014 Nach acht Jahren hat der 2,4-Liter V8-Saugmotor ausgedient und ist durch einen 1,6-Liter V6-Turbomotor ersetzt worden: ein Signal der Formel 1, dass man auch in der Königsklasse des Motorsports verstärkt auf den Verbrauch achtet. Damit trotz der schwächeren Verbrennungsmotoren, die durchschnittlich 150 PS weniger leisten, attraktive Höchstgeschwindigkeiten und womöglich neue Rekordzeiten erzielt werden, darf ein neues Energierückgewinnungssystem (ERS) eingesetzt werden. Per Elektromotor stellt dieses System für knapp ein Drittel einer Runde zusätzliche 160 PS zur Verfügung. „Allerdings nimmt durch die Elektromotoren die Komplexität der Antriebseinheit ein gehöriges Stück zu“, weiß der schwäbische Renningenieur der Scuderia Ferrari, Dieter Gundel. „Insofern darf man nach wie vor gespannt sein, welches Team die technischen Neuerungen im Laufe der Saison am besten in Renn-Geschwindigkeit umsetzt.“

Grundsätzlich besteht das neue System aus zwei Motorgeneratoren (MGU): dem MGU-K für die Rückgewinnung aus kinetischer Energie und dem neuen MGU-H für die Rückgewinnung aus Abwärme. Für die Abwärmeturbine erlauben die Vorschriften ein festes Übersetzungsverhältnis: Diese kann daher entweder auf derselben Achse wie der Kompressor betrieben werden (und dieselbe Drehzahl haben) oder sie wird über eine Getriebeübersetzung gekoppelt. Dabei dreht die MGU-H mit bis zu 125.000 min-1. Diese Neuerung stellt extreme Ansprüche an das verwendete Material.

Info:        dietmar.seidel@skf.com

Quelle:   www.skf.com