ASA Jubiläums-Mitgliederversammlung

Veröffentlicht am 18.05.2022

Der Bundesverband der Hersteller und Importeure von Automobilservice-Ausrüstungen e.V. (ASA) lud am 02. und 03. Mai 2022 zur Mitgliederversammlung nach Augsburg und 53 der aktuell 89 Mitglieder folgten dem Ruf in die Fuggerstadt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung, die der bis 2023 gewählte ASA-Vizepräsident Karsten Meinshausen moderierte, stand in diesem Jahr neben der Wahl von ASA-Präsident und Vizepräsident Finanzen ein ganz besonderes Jubiläum. Auf den Tag genau vor 50 Jahren, am 03. Mai 1972, erfolgte in Wiesbaden mit dem Eintrag in das Vereinsregister (Nr. 1707) die Gründung des Bundesverbandes der Hersteller und Importeure von Automobilservice-Ausrüstungen e. V (ASA).

„Unser Verband ist durch eine wechselvolle Geschichte gegangen und Krisen erprobt, denn er wurde in einer Krise, der damaligen Ölkrise gegründet“, sagte Frank Beaujean.

Er stellte sich in Augsburg zur Wiederwahl für das Amt des Präsidenten für die kommenden zwei Jahren und erhielt für seine vierte Amtszeit in Folge 100 Prozent der Stimmen aller anwesenden Mitgliedsunternehmen. Mit ebenso breiter Zustimmung wählten die ASA-Mitglieder Marco Kempin für weitere zwei Jahre in das Amt des Vizepräsidenten Finanzen. Und auch Jürgen Spieker, Beirat des Vorstands, erhielt für die Fortsetzung seiner beratenden Tätigkeit in den kommenden zwei Jahren die Zustimmung aller anwesenden ASA-Mitgliedsunternehmen.

Wachsende politische Herausforderungen

Frank Beaujean, der alte und neue Präsident, bedankte sich für die überwältigende Zustimmung.

„Offensichtlich haben wir in unserer Tätigkeit für den Verband in den letzten Jahren einiges richtig gemacht“, freute er sich.

Vor seiner Wiederwahl hatte er die aktuelle Situation im Verband skizziert und die Herausforderungen der politischen Arbeit benannt. Die wachsen kontinuierlich an und fordern Mandatsträger und Fachbereichsleiter des rein durch ehrenamtliche Arbeit getriebenen Verbandes immer stärker. Ob die Einführung der Partikelzählung ab 2023, der faire und diskriminierungsfreie Datenzugang aller im Servicemarkt beteiligten Gruppen zu vernetzten Fahrzeugen, Security Gateways oder neue Prüf- und Messverfahren für die Weiterentwicklung der periodischen Fahrzeugüberwachung.

Ehrenamt braucht Freiraum

An diesen und weiteren Themen arbeiten Experten aus dem ASA auf nationaler und europäischer Ebene aktiv mit. Mehr noch, sie sind teilweise vom Gesetzgeber beauftragt, die technische Qualität bei der Umsetzung gesetzlicher Normen in die Praxis zu wahren.

„Diese Aufgaben ehrenamtlich zu stemmen, ist kaum zu bewältigen. Dass unsere FB-Leiter und die Mitgliedsunternehmen in den Fachbereichen es dennoch schaffen, gelingt nur mit einem erheblichen Maß an Leidenschaft und persönlichem Engagement“, stellte Beaujean klar und dankte ausdrücklich den Fachbereichsleitern, den Mitgliedsfirmen in den Fachbereichen und den sie unterstützenden Unternehmen. „Ehrenamt braucht Freiraum, darum appelliere ich nochmals an die Mitgliedsunternehmen, ihre im Verband engagierten Mitarbeiter*innen aktiv zu unterstützen“, so Beaujean.

Harte Bandagen

Mehr ehrenamtliche Unterstützung und auch mehr Geld wird der Verband in Zukunft brauchen. Marco Kempin, der wiedergewählte Vizepräsident Finanzen, hatte den Mitgliedern die Einnahme- und Ausgabensituation im Jahr 2021 aufgezeigt. Sein vorläufiges Fazit: Der Verband steht vor tiefgreifenden Strukturveränderungen.

„In der Vergangenheit als sicher geglaubte Einnahmequellen wird es in der Form in Zukunft nicht mehr geben. Gleichzeitig steigen die finanziellen Anforderungen, weil beispielsweise Rechte unserer Mitglieder mittels kostspieliger Gerichtsverfahren durchgesetzt werden müssen“, so Kempin.

Den Herausforderungen will der Verband mit neuen Strategien zur Mitgliedergewinnung begegnen und hat dazu als ersten Schritt in Augsburg eine Änderung der Beitragsordnung beschlossen.

„Wir wollen mit einem Einstiegsbeitrag von 600 Euro pro Jahr für Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeiter*innen die Mitgliederbasis stärken und auch Startups in der Branche ansprechen“, so Kempin.

Gleichzeitig werden die Beiträge für große Mitgliedsunternehmen mit mehr als 50 Mitarbeiter*innen moderat angehoben. Frank Beaujean, Karsten Meinshausen und Marco Kempin machten in Augsburg deutlich, dass die Beitragsanpassung nur ein erster Schritt auf dem Weg in eine sichere (Verbands-)Zukunft sein wird.

Krise als Chance

„Krisen mit Innovationskraft, Mut und Fachkompetenz zu meistern, liegt unserem Verband und seinen Mitgliedern in den Genen“, gaben sich die drei Präsidenten zuversichtlich.

Schließlich sei der Verband 1972 mitten in einer Krise entstanden und habe aus dieser heraus zusammen mit der Messe Frankfurt die Automechanika geboren, heute die weltweit erfolgreichste B2B-Messemarke.

50 Jahre ein Herz für die Branche

Wie bewegt die letzten fünf Jahrzehnte waren, belegt ein Geschenk, das sich der Verband zum 50-jährigen Bestehen selbst gemacht hat. Im Rahmen der ASA-Jahresmitgliederversammlung feierte der ASA-Film „Unser Herz für die Kfz-Branche“ Premiere. Er erklärt mit einem Augenzwinkern, wofür der ASA-Verband steht, lässt Verbands-Persönlichkeiten zu Wort kommen, die ihn geprägt haben und zeigt, welche Wertschätzung die Kfz-Branche, die Automobilindustrie, Prüforganisationen und sogar das Bundesministerium für Digitales und Verkehr dem Verband und seinen Protagonisten heute entgegenbringen. Der Film werde in wenigen Tagen über die ASA-Homepage abrufbar sein. Quelle: ASA-Bundesverband e.V.

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