Weniger Neuwagen = Gut für den Aftermarket

Veröffentlicht am 12.01.2022

Welche Auswirkung hat der Rückgang der Neuwagenverkäufe auf den unabhängigen Aftermarket? Seit geraumer Zeit vermehren sich die Meldungen von Lieferengpässen von wichtigen Produkten und Komponenten. Die aktuellsten Neuigkeiten zum Lieferengpass finden Sie in der Kategorie: Lieferkatte. Insbesondere die Halbleiterkrise und ein Mangel an Chips führt bzw. führte dazu, dass die Neuwagenproduktion signifikant getroffen wurde. Der VDA meldete einen Rückgang von 10% im Vergleich zum Vorjahr. Denn Produktionsausfällen im vorherigen Lockdown und die aktuell, verschärfte Halbleiter-Krise führen dazu, dass die Fahrzeughersteller, die Nachfrage an Neufahrzeuge nicht mehr vollumfänglich bedienen können. Traditionell ist der Neuwagenmarkt ein „Pushmarket“ doch wegen den Produktionsausfällen wurden im Handel bereits Überkapazitäten abgebaut.

Welche Auswirkung hat die Halbleiterkrise auf den Gebrauchtwagen-Markt?

Der Rückgang der Neuwagenverkäufe schmälert jedoch nicht die Nachfrage an Automobilen. Der Gebrauchtwagenmarkt profitiert. Innerhalb eines Jahres hat sich der durchschnittliche Verkaufspreis von Gebrauchtwagen um 18% gesteigert. Diese Zahl kommt von der Gebrauchtwagenplattform mobile.de. Ein klares Zeichen, dass die Nachfrage sich signifikant erhöht hat. Dies wird zur Folge haben, dass die Restwerte weniger sinken und auf einem höheren Niveau bleiben, insbesondere für junge Gebrauchtwagen und Jahreswagen.

Welche Auswirkung hat dies auf den unabhängigen Aftermarket?

Auch im Jahr 2022 wird die Automobilindustrie weiterhin nicht auf „Normal-Niveau“ produzieren und weiterhin die Nachfrage nicht vollumfänglich decken kann. Wegen dieser Situation können wir davon ausgehen, dass das durchschnittliche Fahrzeugalter im gesamten Fahrzeugbestand moderat ansteigen wird. Dies ist ein gutes Signal für den unabhängigen Aftermarket. Denn je älter die Fahrzeuge werden, umso mehr kann an Verschleiß und Reparatur verdient werden: Im Kfz-Handwerk und Ersatzteilhandel.

Jedoch ist eine Variable noch ungewiss. Unzwar die Entwicklung der durchschnittlichen Fahrleistung je Fahrzeug. Schon vor Corona gab es einen kontinuierlichen Rückgang der Fahrleistung pro PKW. Doch durch Lockdowns, Home-Office-Regel, weniger Dienstreise standen die Pkws in den vergangenen Jahren doch mehr Stil. Angenommen, die Fahrleistung wird sich wieder auf das Vor-Corona-Niveau einpendeln sind dies gute Signale für den Ersatzteilmarkt. Älterer Fahrzeugbestand anhaltende Fahrleistung führen zu mehr Verschleiß. Har / Bild: aampct

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