Licht- und Reifencheck bei der GTÜ

Veröffentlicht am 11.10.2021

Kleiner Aufwand, große Wirkung: Wer sein Fahrzeug ab jetzt zum kostenfreien Licht- und Reifencheck der GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung mbH vorführt, tut viel für sicheres Fahren im Herbst und Winter. Sind alle geprüften Punkte in Ordnung, bestätigen das die Experten mit einer Plakette für die Windschutzscheibe. Das gibt ein gutes Gefühl schon an diesen ersten Herbsttagen. Denn der gute Zustand von Licht und Bereifung senkt ganz klar das Unfallrisiko im Straßenverkehr.

Dieses Angebot trägt dazu bei, die Verkehrssicherheit in der Zeit vom Herbst bis zum Frühjahr nachhaltig zu steigern. Die Überprüfung ist nicht nur kostenfrei, sondern der Weg dahin ist auch kurz: Einfach bei einer teilnehmenden GTÜ-Prüfstelle vorfahren.

Die GTÜ-Experten nehmen unter anderem sämtliche Leuchten im Außenbereich unter die Lupe, von Abblend- und Fernlicht bis hin zu Bremsleuchten, Warnblinkanlage, Kennzeichenbeleuchtung und Begrenzungsleuchten. Bei den Fahrscheinwerfern kommt es dabei auch auf die korrekte Einstellung an. Bei anderen Leuchten wird neben der Funktion auch nach Beschädigungen, sicherer Befestigung und Dichtigkeit geschaut. Sehr wichtig ist auch die Überprüfung aufkorrekte Leuchtmittel. Denn die werden bei einem Tausch schnell einmal falsch montiert oder sogar verwechselt. Wird das rechtzeitig erkannt, schaltet man so ein Risiko für das Autofahren in der Dunkelheit aus. Und bei der nächsten Hauptuntersuchung spart sich der Halter des Fahrzeugs zudem eine unangenehme Überraschung.

Reifencheck inklusive

Ebenso genau wird beim Check auch auf die Reifen geschaut: Sind die Profile ausreichend, ist der Verschleiß unauffällig? Sind die Pneus unbeschädigt, oder stecken etwa sogar Fremdkörper darin? Auch den Reifendruck, den Zustand von Ventilen und Felgen sowie weitere Punkte untersuchen die GTÜ-Prüfer. Gibt es für das Fahrzeug zwei Reifensätze für die verschiedenen Jahreszeiten, liegt der optimale Zeitpunkt für den Licht- und Reifencheck natürlich nach der Montage der Winterreifen. Bei Ganzjahresreifen kann der Check jederzeit ausgeführt werden.

Für den richtigen Montagezeitpunkt von Winterreifen gilt die Faustregel „von O bis O“ – von Oktober bis Ostern. Denn ihre Vorteile spielen sie nicht erst bei Schnee und Eis aus. Schon bei Temperaturen im einstelligen Grad-Celsius-Bereich und bei nasser Fahrbahn verbessern sie das Fahrverhalten merklich. Denn die Gummimischung härtet bei Kälte nicht aus – im Gegensatz zu Sommerreifen. Auch die stärkere Profilierung trägt zum besseren Grip bei. Vor der Montage sollten die Winterreifen gründlich angeschaut werden. Haben sie noch genügend Profil? Mindestens vier Millimeter sollten es sein. Liegen augenscheinliche Beschädigungen vor?

Auf der sicheren Seite sind Autofahrer mit der richtigen Bereifung im Winter auch rechtlich. Denn in der Bundesrepublik Deutschland gibt es eine sogenannte „situative Winterreifenpflicht“. Das bedeutet, dass bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch sowie Eis- oder Reifglätte ein Auto nur mit zugelassenen montierten Winterreifen oder Allwetterreifen („M+S“-Reifen) unterwegs sein darf. Zu erkennen sind die entsprechenden Reifen am „Alpine“-Symbol in Form einer Schneeflocke. Für reine Winterreifen ist das Logo bereits seit 2018 vorgeschrieben, „M+S“-Reifen müssen es ab 2024 tragen.

Prinzipiell kann man nach bestandenem Licht- und Reifencheck nun schon unbeschwerter in den goldenen Herbst hinein fahren. Idealerweise jedoch investieren Kraftfahrer noch ein wenig Zeit in weitere Vorbereitungen für die kalte, nasse und dunkle Jahreszeit: Hier gibt es viele kleine Dinge zu tun, vom Nachfüllen des Frostschutzes im Wischwasser bis zum Prüfen der Scheibenwischer. Weitere Winter-Tipps gibt es jederzeit von der GTÜ. Quelle: GTÜ

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