Was macht überhaupt ein Kfz-Gutachter?

Veröffentlicht am 07.10.2021

Werkstatt-Profis haben jeden Tag mit Kfz-Gutachtern zu tun. Doch nicht immer wissen sie genau, was hinter der Arbeit des vertrauten Kollegen steckt. Auch wenn es nach Routine aussieht, für den Gutachter ist jeder Auftrag eine neue Herausforderung. Schließlich ist jedes Fahrzeug anders und die eventuell vorhandenen Schäden sehr individuell. Gutachter müssen sich auf ganz unterschiedliche Sachverhalte einstellen und benötigen manchmal sogar psychologisches Geschick. Ein Partner der FSP, die zum TÜV Rheinland gehört, verrät ein paar interessante Details.

„Eigentlich klingt es ein bisschen langweilig,“ schmunzelt Paul Tschwanow, FSP-Partner aus Berlin. „Man schaut sich die Schäden an einem Fahrzeug an, zum Beispiel bei einer Leasing-Rückgabe. Aber genau hier wird es für uns schon spannend.“

Denn er muss genau unterscheiden, wo die Gebrauchsspuren aufhören und der Schaden anfängt. Das ist nicht immer leicht, vor allem, wenn manche Fahrer falsche Angaben machen.

Noch viel mehr Fachwissen ist gefragt, wenn Tschwanow ein Unfallgutachten erstellen muss. Denn wenn ein Privatkunde den Gutachter ruft, ist er persönlich betroffen und oft ein bisschen hilflos.

„Es fällt vielen Autofahrern sehr schwer, die Schäden an ihrem Fahrzeug exakt zu beschreiben. Dabei ist es für uns gut, wenn wir im Vorfeld wissen, was auf uns zukommt. Wir müssen ja unsere Arbeit ein bisschen im Voraus planen,“ so Paul Tschwanow. „Wenn wir dann plötzlich mit ganz anderen Schäden konfrontiert werden, kann das den Aufwand erheblich erhöhen und im Extremfall zu Verzögerungen führen.“

Nach seiner Erfahrung sind Kunden oft erstaunt, wenn sie hören, wie hoch ein Unfallschaden ist. Sie meinen häufig, es seien doch nur ein paar Kratzer. Hellhörig wird ein Gutachter dann, wenn die Beschreibung des Kunden so gar nicht zum sichtbaren Schaden passt. Denn er kann in der Regel sehr gut beurteilen, wie welche Beschädigung wie zustande kommt und ob das Geschilderte eben doch geflunkert oder nur halb wahr ist. Genau an diesem Punkt will er es dann noch genauer wissen.

Tschwanow weiß, wovon er spricht. Er hat nach einer Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker Maschinenbau studiert und zusätzlich noch eine Ausbildung bei der FSP gemacht. Damit verfügt er über geballtes Fachwissen, das er auch jeden Tag intensiv anwenden muss.

„Ich weiß heute noch nicht, welche Schäden mich morgen erwarten,“ erklärt Tschwanow. „Das genau ist die Abwechslung, die ich an meinem Beruf liebe. Natürlich gibt es auch Routine. Die ist aber immer gewürzt mit neuen Herausforderungen. Ein bisschen bin ich ja immer auch Detektiv am Fahrzeug.“

Kfz-Gutachter: eine interessante Perspektive für Werkstatt-Profis

Wer in der Kfz-Branche auf eigenen Beinen stehen möchte, muss nicht zwingend eine Werkstatt eröffnen. Er kann sich auch eine sichere Existenz als selbstständiger Kfz-Gutachter aufbauen. Die Spezialisten von FSP aus der TÜV Rheinland Gruppe bieten für diese abwechslungsreiche Tätigkeit eine qualifizierte Ausbildung an. Sie ist für Kfz-Meister und -Techniker eine hervorragende Grundlage zum Start in eine abwechslungsreiche und selbstbestimmte Zukunft mit dem starken Partner TÜV Rheinland an seiner Seite.

Die Ausbildung dauert drei Monate und bereitet die Teilnehmer perfekt auf die eigene Existenz vor. Und wer dann noch möchte, kann sich in besonderen Bereichen wie der Brandursachenermittlung, der Oldtimerbewertung oder im Bereich der Land- und Baumaschinen spezialisieren. Quelle: TÜV Rheinland

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