Die Digitalisierung der Freien Werkstatt

Veröffentlicht am 31.05.2021

Mitten im Corona-Jahr hat TMD Friction das Programm GaraShield eingeführt. GaraShield digitalisiert die Arbeitsschritte der freien Werkstatt. Jörg Schmuck, Sales Director Europe und Sören Kristensen, Vice President Global Marketing bei TMD Friction beurteilen die Markteinführung und Resonanz der freien Werkstätten und geben Ihren Ausblick über die Werkstatt der Zukunft.

Markteinführung von GaraShield in einem herausfordernden Aftermarket

GaraShield von TMD Friction ist seit November 2020 auf dem unabhängigen Ersatzteilmarkt bzw. Independent Aftermarket (IAM) im Einsatz. Die Markteinführung haben wir in Großbritannien durchgeführt, ein Launch in weiteren europäischen Ländern ist gerade in Vorbereitung. Corona und die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie haben weltweit viel Unsicherheit mit sich gebracht. Diese gesamtgesellschaftliche Verunsicherung ist natürlich ein herausforderndes Umfeld, um neue Produkte einzuführen. In Großbritannien ist das gesamte Land vier Tage nach der Einführung unseres Produktes GaraShield in den Lockdown gegangen. Das bedeutete für TMD Friction und das GaraShild Team:

 wir hatten keinen direkten Zugang mehr zu den Werkstätten. Wir mussten innerhalb kürzester Zeit neue Vertriebswege aufsetzen. Die Beratungsgespräche für GaraShield werden seitdem zum Schutz der Werkstattmitarbeiter und Vertriebsteams in erster Linie digital durchgeführt. Das ist für beide Seiten neu und auch eine Umstellung. Aber unser Team hat hier mit großer Flexibilität zeitgemäße Lösungen entwickelt, die uns sehr dabei unterstützt haben trotz allem einen guten Start mit GaraShield hinzulegen, auch wenn wir natürlich gerne schneller gewachsen wären.

Wie sehen Sie die (digitale) Freie Werkstatt der Zukunft?

Generell stehen die Freien Werkstätten vor großen Herausforderungen, alle Investitionen wollen gut überlegt sein, vor allem im Bereich der Digitalisierung der Werkstatt. Die Zukunft dieser Werkstätten wird geprägt sein von digitalen und systemintegrierten Softwarelösungen. Diese digitalen Lösungen müssen sowohl den Ansprüchen der Kunden als auch dem Arbeitsalltag in der Werkstatt gerecht werden. Ein wichtiger Faktor in diesem Zusammenhang ist die sich verändernde Kundenstruktur: immer mehr Autofahrer entscheiden sich für „Convenient Mobility“ und gegen den klassischen Fahrzeugkauf. Das ist ein klarer Trend. Der Besitz eines Fahrzeugs wird für viele immer uninteressanter. Die neuen „Autofahrer“ wollen sich nicht mehr mit so Fragen beschäftigen wie: Für welches Finanzierungsmodell entscheide ich mich? Wie sieht es mit Versicherungs- und Instandhaltungskosten aus? Flexible Leasingmodelle, Auto-Abos oder „all inclusive“ Service-Pakete stehen bei dieser Zielgruppe wesentlich höher im Kurs. Das bedeutet u.a. für die Freien Werkstätten, dass die sorgsam von ihnen über Jahre aufgebaute und gepflegte Kundenbeziehung plötzlich aufhört, weil sich der Fahrer für ein neues Nutzungsmodell entscheidet. Im Rahmen dieser neuen Mobility-Modelle ist vom Service-Anbieter genau vorgeschrieben, wer wann wo das Fahrzeug warten und reparieren muss. Daher müssen die Freien Werkstätten jetzt anfangen die Strukturen aufzubauen, die sie für die Anforderungen der Serviceanbieter in der Zukunft brauchen werden. Das gelingt am besten mit Hilfe einer digitalen Softwarelösung, die die Prozessdokumentation vereinfacht und sich leicht in bestehende Systeme integrieren lässt. Genau an diesem Punkt setzt GaraShield an.

Vielen Dank für das Gespräch

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