Schaeffler-Kit für Hybridfahrzeuge

Neu und nur bei Schaeffler für den freien Ersatzteilmarkt – das INA FEAD KIT für 48-Volt-Mild-Hybride. Schaeffler ist gut gerüstet für die Reparatur von heutigen und zukünftigen hybriden Fahrzeug-Generationen. Bereits heute bieten die Aftermarket-Experten für mehr als 85 Prozent aller hybriden Pkws Fahrwerkskomponenten an. Auch für den Steuer- und Nebenaggregatetrieb gibt es für mehr als die Hälfte der Fahrzeuge eine Reparaturlösung, Tendenz steigend.

Als erster Anbieter im Ersatzteilmarkt bietet Schaeffler Automotive Aftermarket eine Reparaturlösung für den Nebenaggregatetrieb (engl. Front End Auxiliary Drive, kurz FEAD) von Hybridfahrzeugen mit 48-Volt an. Das 48-Volt INA FEAD KIT ist ab sofort für den Renault Scénic und Mégane dCi 110 Hybrid Assist erhältlich. Zu den Hauptkomponenten gehören der Keilrippenriemen, Spann- und Umlenkrollen sowie alle notwendigen Zubehörteile. Weitere Fahrzeuganwendungen sind im Laufe des Jahres geplant.

2020 gilt bei den Automobilherstellern als das Schlüsseljahr für die Elektromobilität, erstmals greifen die von der EU vorgegebenen CO2-Grenzwerte verbindlich. Auch im Automotive Aftermarket stellt sich die Frage, welche Ersatzteile künftig benötigt werden und wie sich der Service realisieren lässt. Die technischen Herausforderungen, für die sich Werkstätten zukünftig rüsten müssen, sind vielfältig und komplex – so kommt beispielsweise bei Hybridautos mit P0-Antrieb zum klassischen Verbrennungsmotor ein Elektromotor im Riementrieb hinzu. Eine zentrale Rolle übernimmt dabei die 48-Volt-Mild-Hybrid-Technologie, mit der sich das FEAD-System vom Energieverbraucher zum Energieversorger entwickelt: Hierbei werden Anlasser und Lichtmaschine durch einen Riemenstarter-Generator, kurz RSG, ersetzt. Im Zusammenspiel mit einer 48-Volt-Batterie kann das Fahrzeug mit komplett abgeschaltetem Verbrennungsmotor „segeln“ und dadurch im Straßenverkehr bis zu sieben Prozent CO2-Emissionen sparen. Beim Anfahren erhöht der Riemenstarter-Generator zusätzlich mit der so genannten „Boostfunktion“ unverzüglich das Antriebsdrehmoment und sorgt so für mehr Dynamik und Komfort.

Technologisch ist Schaeffler mit seiner Erstausrüstungsexpertise für den Antriebsstrang auch im Ersatzteilmarkt sehr gut für hybride Fahrzeuggenerationen vorbereitet. Im Portfolio sind bereits heute Fahrwerkskomponenten für mehr als 85 Prozent aller Hybridfahrzeuge. Dies entspricht nahezu der gleichen Abdeckung wie für Pkws mit klassischem Verbrennungsmotor. Für den Steuer- und Nebenaggregatetrieb bieten die Aftermarket-Experten für mehr als die Hälfte der hybriden Pkws eine Reparaturlösung an. In den Werkstätten werden unter anderem folgende Anwendungen von Schaeffler eingesetzt: Im Bereich Motor das INA Zahnriemen KIT für den Audi A3 Sportback 1.4 TFSI e-tron, VW GOLF VII 1.4 GTE Hybrid sowie den Volvo D5 und D6 Hybrid. Für die Reparatur des Fahrwerks wird beispielsweise das FAG WheelSet im Renault Scénic 4 mit 1.5 dCi Hybrid Assist sowie im BMW X5 und X6 Hybrid verwendet.

Keine Revolution, sondern Evolution der Fahrzeugarchitektur

Werkstätten müssen sich zunächst auf eine Übergangszeit einstellen, denn der Wechsel zur E-Mobilität wird sich nicht von einem Tag auf den anderen vollziehen.

„Wir verstehen die Erweiterung des Fahrzeugs um einen elektrischen Antrieb zunächst als Evolution in der Fahrzeugarchitektur. Die Prozesse bei Diagnose und Reparatur werden sich verändern, aber zweifelsohne können auch freie Werkstätten Hybrid- und Elektrofahrzeuge reparieren. Wichtig ist, dass sie die Veränderungen im Markt annehmen, in Zukunftslösungen investieren und sich weiterbilden“, sagt Rouven Daniel, Leiter Antriebssysteme und verantwortlich für das Thema E-Mobilität bei Schaeffler Automotive Aftermarket.

Unabhängig von der Antriebsart ist das Ersatzteilgeschäft etwa fünf Jahre nachgelagert. Dies gilt ebenso für Hybrid- wie auch für reine Elektrofahrzeuge. Für beide Antriebsarten zusammen erwartet Schaeffler, dass der relevante Fahrzeuganteil im Ersatzteilmarkt – also Fahrzeuge, die älter als fünf Jahre sind – global in den kommenden Jahren bei weniger als fünf Prozent liegt, bei gleichzeitig steigendem Fuhrpark weltweit. Grundlage hierfür ist das „30-40-30-Szenario“ von Schaeffler, dass bis zum Jahr 2030 30 Prozent reine Elektrofahrzeuge, 40 Prozent Hybride und 30 Prozent reine Verbrenner prognostiziert.

„Von daher erwarten wir für die nächsten Jahre keine Revolution, sondern eher eine Evolution. Mit unserem Portfolio sind wir dafür bestens als Partner für unsere Handelskunden und Werkstätten gerüstet“, so Daniel.

Quelle: Schaeffler

Teile diesen Beitrag

Teile diesen Beitrag

scroll to top