Kundenberatung für die Fahrwerksfeder

Der Fahrwerksfeder-Check – Alles für eine professionelle Kundenberatung rund um die Fahrwerksfeder

Warum bricht eine Fahrwerksfeder? Woran erkennt man eine verschlissene Fahrwerksfeder – noch vor einem Windungsbruch? Warum ist es empfehlenswert, Fahrwerksfedern paarweise auszutauschen, so wie es bei Stoßdämpfern üblich ist? Fragen, auf die ein Kfz-Werkstätten für eine professionelle Kundenberatung überzeugend antworten können muss.

Bekommen Werkstätten den Auftrag eine gebrochene Fahrwerksfeder auszutauschen, lassen sie sich allzu gerne auf einen einseitigen Austausch der Feder ein – nicht selten um Kunden mit älteren Fahrzeugen bei den Reparaturkosten entgegenzukommen. Dabei gibt es mehr als genug objektive Gründe, stets beide Fahrwerksfedern der jeweiligen Achse, also sowohl die rechte als auch linke zu erneuern. Bei Stoßdämpfern stellt schließlich auch kein Fachmann ernsthaft in Frage, dass diese nur im Paar auszutauschen sind. Wieso ist es bei Fahrwerksfeder immer noch nicht selbstverständlich, was bei Stoßdämpfern die Regel ist?

Warum eine Fahrwerksfeder ein Verschleißteil ist?

Es jedoch genügend Argumenten den beidseitigen Federwechsel vorzunehmen. Die Kfz-Betriebe müssen sie nur einsetzen. Lukas Naumann, Sales Manager vom Federnhersteller SUPLEX erklärt dazu: „Beide Seiten einer Achse sind demselben Kräften und Beanspruchungen ausgesetzt.“ Beide, so Lukas Naumann weiter, unterliegen ebenso den gleichen Belastungen in Sachen ‚Federarbeit‘ wie sie äußeren Einflüssen ausgesetzt sind. Damit meint er Einflüsse, die zum Verschleiß der Feder beitragen.

So gesehen gehört die Schraubenfeder zu den Verschleißteilen – im Übrigen genauso wie Stoßdämpfer. Führende Kfz-Stoßdämpferhersteller empfehlen, Stoßdämpfer nach 80.000 km Laufleistung und/oder nach spätestens fünf bis sechs Jahren zu überprüfen. Danach sollten sie alle 20.000 km gecheckt werden.
Spätestens bei einem solchen Stoßdämpfercheck gehören natürlich auch die Schraubenfedern einer gründlichen Sichtkontrolle unterzogen. Dabei, so Lukas Naumann sollten die Werkstätten nicht nur auf einen Windungsbruch schauen. Ebenso muss der Fachmann beim Federncheck auf Faktoren achten, die auf einen bevorstehenden Federbruch hindeuten.

Warum bricht eine Fahrwerksfeder?

Zu diesen Faktoren zählen (Korrosions-)Schäden am Federdraht. Die Begründung, wie es dazu kommt liefert der Federexperte Lukas Naumann vom Federspezialisten SUPLEX mit: „Gerade im Winter bildet sich aus Wasser, Salz und Schmutzpartikeln eine feine Schleifpaste, die sich zwischen der unteren Federaufnahme und der untersten Windung der Feder festsetzt“. Diese ganz besondere Mischung die meistens im Winter auftritt, beschädigt den Korrosionsschutz der Fahrwerksfeder, sodass der Federdraht anfängt zu rosten. Und dieser korrosionsgeschwächter Stahl wird über kurz oder lang brechen.

Kommen zu diesem Rost des Weiteren tiefe Temperaturen im Winter hinzu, erhöht sich die Brüchigkeit der Fahrwerksfeder. Weitere Ursachen für Lack- und daraus resultierende Roststellen sind Steinschläge. Nicht zu vergessen: In Einzelfällen ist auch eine unsachgemäße Montage für Korrosionsbefall verantwortlich. Deshalb sollte jede Kfz-Werkstatt und jeder Mechaniker darauf achten, den schützenden Lacküberzug der entsprechend Fahrwerksfeder nicht zu beschädigen. Unabhängig davon: In Zukunft könnten es Werkstätten sogar mit noch mehr Federbrüchen zu tun bekommen. Hintergrund dafür ist das Bestreben der Fahrzeugindustrie, das Gewicht der ungefederten Masse zu verkleinern. Dabei geht es um besseren Fahrkomfort und besseres Fahrverhalten sowie um Gewichtseinsparung zugunsten geringeren Kraftstoffverbrauchs. Damit sich die ungefederte Masse verringert, müssen Achskörper beziehungsweise Radlagergehäuse und Federbeine inklusive Schraubenfeder aus leichteren Materialien beziehungsweise filigraner gefertigt sein. Das heißt: Weist ein dünnerer Fahrwerksfederdraht einen Rostschaden auf, dürfte die Zeit bis zu einem Federbruch sinken.

Warum paarweise und präventiv austauschen?

Nicht nur, aber sicher auch deshalb gibt es die Empfehlung, die Fahrwerksfeder unter Umständen bereits vor einem Bruch auszutauschen. Und zwar wenn Rostschäden den Federdraht offenkundig schon stark angegriffen und geschwächt haben. Eine weitere Empfehlung betrifft die Eingangs erwähnte Problematik: Normalerweise sollten Schraubenfedern immer paarweise erneuert werden – egal ob ein Austausch präventiv erfolgt oder weil eine der Federn gebrochen ist. „Dies Meinung vertreten auch wir bei SUPLEX“, sagt Lukas Naumann.

Nicht nur die gebrochene, sondern auch die (noch) nicht gebrochene Fahrwerksfeder den dauerhaften Beanspruchungen von Fahrzeuggewicht und äußeren Einflüssen ausgesetzt war. Auch soll beachtet werden, dass natürlich auch eine gebrauchte Fahrwerksfeder im Vergleich zu einer neuen Fahrwerksfeder um einiges gestaucht ist. „Die verschiedenen Stärken der Fahrwerksfeder und die Höhe zwischen neuer und verschlissener Feder würde bei einem Einzeltausch einen Fahrzeugschiefstand verursachen“, erklärt der Fahrwerksfeder-Experte Lukas Naumann. Dies ist eine gute Begründung, dem Kunden vom paarweisen Austausch der Federn zu überzeugen. Oder soll die Sicherheit unter einem vergleichsweisen günstigen und nicht eingebauten Ersatzteil wie der Feder leiden?

Was ist zu tun, wenn die Farbmarkierung auf einer Fahrwerksfeder fehlt oder zum Original abweicht?

Manche Fahrzeughersteller benutzen Farbmarkierungen zur genauen internen Identifikation der Federn. Jeder Farbcode ist einer Produktnummer zugeordnet. Häufig stehen die jeweiligen Farbmarkierungen auch dafür, in welchem Bereich der zulässigen Produktionstoleranzen die entsprechende Feder zuzuordnen ist. Die unterschiedlichen Farbmarkierungen beispielsweise für den oberen oder unteren Toleranzbereich?

Für diese Kfz-Reparatur ist somit von entscheidender Bedeutung, welche Toleranzen von der Fahrzeugindustrie für ein bestimmtes Kraftfahrzeug zugeteilt worden sind. Kfz-Betriebe sollten also darauf achten, dass beide Federn über dieselbe Farbmarkierung verfügen. Werden bei der Auswahl des entsprechenden Ersatzteils diese Farbmarkierungen nicht berücksichtigt, kann dies zu einem schiefen Fahrzeugstand nach dem Einbau der neuen Feder führen.

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Quelle: Suplex

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