90 Jahre Bremsen von Bosch

Von der Servobremse bis zum kupferfreien Bremsbelag

  • 1927 sorgt die Servobremse von Bosch für deutlich verkürzte Bremswege
  • Bosch-Patent von 1936 bildet die Basis für die modernen Antiblockiersysteme
  • Kupferfreie Bremsbeläge erfüllen seit 2014 hohe Umweltschutzauflagen

Die Bremse war zweifellos die erste und wichtigste Sicherheitskomponente in einem Fahrzeug. Schon in den 1920-er Jahren jedoch waren die Bremsen der Motorleistung und dem Gewicht der damaligen Automobile kaum mehr gewachsen. Deutlich mehr Sicherheit brachte die pneumatische Servobremse, die Bosch 1927 vorstellte. Mit der genialen Erfindung konnte der Bremsweg damaliger Nutzfahrzeuge um ein Drittel verkürzt werden. Ein Jahr später, 1928, präsentierte Bosch mit dem Bremshelf eine kompakte Bremsunterstützungs-Lösung für Pkw. Auch die Grundlagen für die modernen Antiblockiersysteme legten Bosch-Ingenieure bereits 1936 mit dem Patent für eine „Vorrichtung zum Verhüten des Festbremsens der Räder eines Kraftfahrzeugs“. Erst ab 1978, mit der leistungsfähigen Digitaltechnik, konnte das Antiblockiersystem ABS in Serie gebaut werden. Die Bosch-Entwicklungen ABS und darauf aufbauend 1986 die Antriebsschlupfregelung ASR und 1995 das Elektronische Stabilitätsprogramm ESP® sind heute die wichtigsten Komponenten für sicheres Bremsen.

Innovative Entwicklungen von Bosch an allen Bremsenkomponenten

Seit 90 Jahren haben Bosch-Ingenieure mit innovativen technischen Entwicklungen, mit Erfindungen und Patenten für Bremssysteme immer wieder Maßstäbe gesetzt und unsere Autos sicherer gemacht. Antiblockiersysteme sind heute Standard im Automobilbau. Das Elektronische Stabilitätsprogramm ESP® ist in vielen Ländern gesetzlich vorgeschrieben. Neben den elektronischen Systemen haben Bosch-Entwicklungen immer wieder auch die sichere Wirkung der übrigen Bremsenkomponenten verbessert. So erreichte Bosch 1983 mit dem High-Carbon-Guss für Bremsscheiben deutlich verbesserte Bremsleistungen für leistungsstarke Fahrzeuge. Zahlreiche Innovationen flossen zwischen 2001 und 2012 auch in die Entwicklung des Bremssattels ein. 2016 präsentierte Bosch die neuartigen Hochleistungsbremsflüssigkeiten ENV6 und ENV4, die sicherstellen, dass moderne Bremssysteme schneller ansprechen und jederzeit ihre volle Leistung bringen können.

Die Mischung macht’s: Neue Materialkombinationen für Bremsbeläge

Auch bei den Bremsbelägen, die schließlich die Bremskraft wirkungsvoll übertragen und das Fahrzeug sicher abbremsen müssen, hat Bosch mit innovativen Fertigungstechniken und neuen Materialkombinationen immer wieder Fortschritte erzielt. Bei der Bremsbelagentwicklung sind zudem die von Land zu Land sehr unterschiedlichen nationalen Verkehrsgesetze ebenso zu berücksichtigen wie erlaubte Höchstgeschwindigkeiten und Umweltschutzvorschriften. Bosch produziert daher viele Bremsbeläge speziell für regionale Anforderungen, die in aller Regel die gesetzlichen Bestimmungen deutlich übertreffen. So haben die US-Bundesstaaten Washington und Kalifornien bereits 2010 Gesetze zur zukünftigen Regulierung insbesondere von Kupfer in Bremsbelägen angekündigt. Bosch-Ingenieure haben daraufhin eine kupferfreie Bremsbelagmischung entwickelt, die 2014 zum Patent angemeldet und als erster kupferfreier Bremsbelag auf den Markt gebracht wurde, acht Jahre vor Inkrafttreten der Gesetze. Auch in der EU bietet Bosch bereits kupferfreie Bremsbeläge an, obwohl sie hier noch nicht gesetzlich vorgeschrieben sind.

Quelle: Bosch

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