Leichtbau-Luftfedern von Continental Fahrwerk, Flottenmanagement, Industrie, Karosserie und Lack, Nutzfahrzeuge

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Mehr Komfort und weniger Kraftstoffverbrauch

  • Partnerschaft: Omnibus-Unternehmen stattet seine gesamte Busflotte mit Leichtbau-Luftfedern mit integriertem Kunststoffkomfortkolben von Continental aus
  • Polyamid-Kolben spart Gewicht bei weiterhin hohem Fahrkomfort
  • Gewichtsersparnis bis zu fünfzehn Kilogramm pro Stadtbus
  • Lösung von Continental unterstützt Bus-Hersteller bei der Umsetzung der EU-Norm Euro 6 für die Reduktion von Luftschadstoffen

Das Technologieunternehmen Continental hat mit seinem Luftfedersystem mit integriertem Kunststoffabrollkolben einen wegweisenden Schritt getan, um Busse und Trucks leichter zu machen. Beim Trendthema Leichtbau sieht das Unternehmen enormes Potenzial für Lösungen rund um Luftfedersysteme. Kraftstoff sparen, CO2-Ausstoß reduzieren und einen hohen Fahrkomfort gewährleisten, sind dabei nur einige Punkte. Eine Einschätzung, die auf dem Markt geteilt wird, wie ein aktuelles Beispiel zeigt: Das Omnibus-Unternehmen EvoBus stattet seine gesamte Busflotte mit einer Leichtbau-Luftfeder mit integriertem Kunststoffabrollkolben aus. Die innovativen Abrollkolben stellen durch die volle Nutzung des Innenluftvolumens und eine spezielle Formgebung maximalen Komfort sicher. Anstelle von Stahl oder Aluminium kommen Kunststoffkomponenten aus Polyamid zum Einsatz. Das spart Gewicht und sichert weiterhin einen hohen Fahrkomfort.

Faktoren wie die immer strikteren gesetzlichen Anforderungen bei den Schadstoffemissionen, die steigende Nachfrage nach elektrisch betriebenen Fahrzeugen oder Hybriden sowie das Bedürfnis nach mehr Fahrkomfort und optimaler Fahrdynamik treiben die Leichtbau-Branche zu Innovationen an.

„Wir stehen vor großen Herausforderungen in der Automobilindustrie, die Geschäftsmodelle und Märkte wandeln sich enorm und auch sehr schnell“, sagt Eckard Neitzel, Leiter der Luftfeder-Produktentwicklung in der Nfz-Erstausrüstung bei Continental. „Leichtbau-Konzepte können speziell bei Energieeffizienz und CO2-Emissionen einen wichtigen Beitrag leisten. Ich sehe kein Ende dieses Trends. Mit der Leichtbau-Luftfeder haben wir auf einen Schlag eine Lösung präsentiert, die den Bus- und Nutzfahrzeugherstellern viel mehr Flexibilität bei der Konstruktion bietet. Kunststoff ermöglicht deutlich mehr Designfreiheit und maßgeschneiderte Formgebung für Komfort.“

Ein wichtiger Vorteil, insbesondere im Bereich E-Mobilität, in dem die schweren Akkus zunächst das Gewicht erhöhen und in dem jede andere Komponente, die Eigengewicht reduziert, ausgleichend wirkt und zu mehr Reichweite beiträgt.

Busse mit zuverlässigen Leichtbau-Luftfedern

EvoBus hat diesen Nutzen erkannt und setzt die Leichtbau-Komfort-Luftfedern jetzt in seinen Bussen, die auf der ganzen Welt unterwegs sind, ein. Continental ist mit dieser Technologie Vorreiter in puncto Leichtbau und hat als erstes Unternehmen überhaupt auf die Komfortkolben aus Polyamid gesetzt.

Neben der Gewichtseinsparung, dem hohen Fahrkomfort für die Buspassagiere und der enormen Zuverlässigkeit der Luftfedern war es vor allem das Thema Materialkompetenz, was den Ausschlag für Busunternehmen gegeben hat, auf Continental zu setzen. Zudem unterstützt die Lösung von Continental die Erfüllung der EU-Abgasnorm Euro 6, die deutlich reduzierte Schadstoffgrenzwerte für Lkw und Busse vorsieht und für Nfz-Neuzulassungen bereits seit 2014 Pflicht ist. Die Mehrgewichte aus der aufwändigeren Abgasnachbehandlung können durch Leichtbaukomponenten effektiv begrenzt werden.

Darüber hinaus hat das Zulieferunternehmen langjährig positive Felderfahrungen mit Komfortkolben für Nutzfahrzeuge gesammelt.

„Immerhin befinden sich unsere Luftfedern seit 2011 im Truck-Einsatz. Rund eine Million Produkte haben wir bis heute in Serie geliefert“, sagt Neitzel. „Wir verfügen über umfassende Kenntnisse hinsichtlich einer feldtüchtigen Bauteilauslegung und können für den Produktnachweis unsere eigenen Prüfstände nutzen. Daher bieten wir vorerprobte Produkte, die den Validierungsaufwand auf Kundenseite deutlich reduzieren, so dass eine schnelle Produkteinführung mit minimalen Risiken erfolgt.“

Gewichtsersparnis bis zu fünfzehn Kilogramm pro Stadtbus

Die neue Leichtbau-Luftfeder ist für den Einsatz in Bussen ausgelegt und ermöglicht eine Gewichtseinsparung pro Luftfedermodul zwischen 2 bis 2.6 Kilogramm – je nach Achstype im Bus.

„Damit können die Luftfedern beispielsweise das Mehrgewicht für die Abgasreinigung Euro 6 teilkompensieren“, betont Neitzel.

Im Vergleich zu den jetzigen Anwendungen mit Stahlkolben kann so das Gewicht eines 2-achsigen Stadtbusses bei Verwendung von Leichtbauluftfedern um bis zu fünfzehn Kilogramm reduziert werden.

Durch die Kombination von Spritzgussfertigung mit einem leistungsfähigen und zuverlässigen Fügeprozess kann das vollständige Kolbeninnenvolumen genutzt werden. Konsequenz: Maximaler Federungskomfort wird erreicht. Zudem sind die Leichtbauluftfedern extrem korrosionsbeständig und langlebig.

Auch der Austausch der Luftfedern mit Stahlkolben ohne Veränderungen an den Fahrzeugschnittstellen ist problemlos möglich.

„Mit dem neuen System erreichen wir genau die gleiche Robustheit und den Komfort der Vorgänger-Luftfedersysteme, die mit Stahlkolben ausgestattet waren – nur alles mit der leichteren Polyamid-Konstruktion“, so Neitzel.

Continental entwickelt wegweisende Technologien und Dienste für die nachhaltige und vernetzte Mobilität der Menschen und ihrer Güter. Das 1871 gegründete Technologieunternehmen bietet sichere, effiziente, intelligente und erschwingliche Lösungen für Fahrzeuge, Maschinen, Verkehr und Transport. Continental erzielte 2018 einen Umsatz von 44,4 Milliarden Euro und beschäftigt aktuell mehr als 244.000 Mitarbeiter in 60 Ländern und Märkten.

Quelle: Continental