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GIDAS als Paradebeispiel für Kooperation zwischen Automobilindustrie & Verkehrsunfallforschung

Anforderungen an Verkehrssicherheit werden mit neuen Mobilitätsformen anspruchsvoller

Auf dem Symposium „20 Jahre German In-Depth Accident Study (GIDAS)“ in Dresden betonte Bernhard Mattes, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA):

„Die deutsche Automobilindustrie leistet ihren Beitrag zur Verkehrssicherheit mit der kontinuierlichen Neu- und Weiterentwicklung von Sicherheitstechnologien zum Schutz aller Verkehrsteilnehmer.“

Auf Grundlage modernster Fahrerassistenzsysteme werden sukzessive Funktionen wie Park-, Spurhalte- und Notbremsassistenten weiterentwickelt. In einer weiteren Phase der Automatisierung werden zudem Autobahnfahrt- und Stauassistenzsysteme für noch mehr Sicherheit sorgen. Auch die Vernetzung von Fahrzeugen mit anderen Verkehrsteilnehmern und der Straßeninfrastruktur wird den Straßenverkehr sicherer und effizienter machen.

„Die Automobilindustrie und die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) nutzen die Expertise und Daten der GIDAS und ziehen daraus wichtige Erkenntnisse, die unmittelbar in die Planung von Straßen und Verkehrsinfrastrukturen, aber auch in die Sicherheitsausrüstung künftiger Fahrzeuge einfließen. GIDAS ist damit ein Paradebeispiel für die erfolgreiche Kooperation zwischen Automobilindustrie und Verkehrsunfallforschung“, sagte Mattes.

So könne das Gemeinschaftsprojekt zwischen der BASt und der im VDA organisierten Forschungsvereinigung Automobiltechnik e.V. (FAT) auch im Straßenverkehr der Zukunft Treiber für Verkehrssicherheit und Unfallvermeidung sein.

Die Mobilität der Zukunft hat viele Chancen für die Verkehrssicherheit, ist aber auch von höchster Komplexität gekennzeichnet: Autonome Autos vernetzen sich untereinander und mit der Infrastruktur. Hochleistungsfähige Sensorik und Künstliche Intelligenz (KI) können vorausschauend das Verhalten der Verkehrsteilnehmer erkennen. Mattes unterstrich:

„Neue Mobilitätsangebote wie E-Bikes und E-Scooter entlasten die Innenstädte, reduzieren die Feinstaubbelastung und können die individuelle Mobilität bedarfsgerecht ergänzen. Damit steigen aber gleichzeitig auch die Anforderungen an die Verkehrssicherheit. Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen im Bereich der Infrastruktur und beim Verhalten im Straßenverkehr sind daher notwendig.“

Risiken im Straßenverkehr können durch Innovationen im Bereich vernetztes und automatisiertes Fahren erheblich verringert werden. Die Digitalisierung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu „Vision Zero“, dem unfallfreien Fahren.

Die deutsche Automobilindustrie sei beim vernetzten und automatisierten Fahren international führend. So entfalle fast die Hälfte aller weltweit erteilten Patente im Bereich autonomes Fahren auf Unternehmen der deutschen Automobilindustrie, betonte der VDA-Präsident.

Quelle: VDA – Verband der Automobilindustrie e. V.