Förch peilt neuen Rekordumsatz an Teilehandel

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Förch stellt Weichen für weiteres Rekordjahr

Nach einem Rekordjahr mit 440 Mio. Euro Umsatz bleibt das Unternehmen Förch weiter auf Wachstumskurs. Gerhard Heilemann, einer der drei Konzerngeschäftsführer, peilt für 2019 neue Spitzenwerte an. Die Januarzahlen auf dem Heimatmarkt seien bereits äußerst vielversprechend. Dennoch setzen die Auslandsumsätze zum Überholen an und werden wohl erstmals in der Firmengeschichte den Löwenanteil des Geschäfts ausmachen. Mit spannenden neuen Digitalprojekten und einer weiteren Qualifizierung des Außendienstes ist Förch gut für die Zukunft gerüstet. Die Verwaltungsstrukturen werden durch einen Neubau am Stammsitz in Neuenstadt am Kocher bereits auf ein weiteres Wachstum vorbereitet.

Über die letzte Dekade hinweg legte Förch, der renommierte Anbieter von Werkstatt-, Montage- und Befestigungsartikeln für Handwerk und Industrie, im Durchschnitt um mehr als 8 Prozent im Jahr zu. Dies führte in den letzten acht Jahren zu einer Verdopplung des Gesamtumsatzes, der 2018 erstmals 440 Mio. Euro erreichte. Nach diesem Rekordwert peilt Gerhard Heilemann, Konzerngeschäftsführer Vertrieb/Marketing, selbstbewusst eine weitere Steigerung an. Während Wachstumsprognosen für die Gesamtkonjunktur in Deutschland zurzeit eher vorsichtig formuliert werden, hat der 55-Jährige gute Gründe, das Jahr 2019 zuversichtlich anzugehen:

„Es sind weniger die schon wieder sehr guten Januar-Ergebnisse, vielmehr sind es strukturelle Weichenstellungen und spannende Zukunftsprojekte, die uns viel erwarten lassen.“

Hierzu gehören etwa Werkzeugausgabe-Automaten oder die Erprobung von RFID-Gates im hauseigenen Messezentrum am Stammsitz in Neuenstadt am Kocher, die in Zukunft eine kontaktlose automatische Buchung aller Einkäufe ermöglichen sollen. Bereits Realität sind 24/7 Verkaufs-Niederlassungen, in denen die Handwerker selbst rund um die Uhr einchecken und einkaufen können. Mit diesem Konzept hat Förch im Wettbewerbsumfeld Pioniergeist bewiesen.

Digitaler Wandel und persönlicher Kontakt

Für nicht zu kopieren hält Heilemann hingegen den typischen Förch-Spirit:

„Wir haben nicht nur tolle Produkte, sondern auch großartige Leute in unserem Unternehmen.“ Obwohl der Konzerngeschäftsführer als Experte für Digitalisierungsprozesse gilt, sieht er das Vertriebskonzept „von Mensch zu Mensch“ keineswegs als Auslaufmodell. Er möchte die Stellung der aktuell 2.000 Mitarbeiter im Außendienst durch Qualifizierung sogar weiter stärken, um eine optimale Beratung der Kunden sicherzustellen. „Persönlicher Kontakt wird auch in Zukunft ein immens wichtiger Faktor bleiben“, erläutert Heilemann, der im Januar 2018 die dreigeteilte Förch-Konzerngeschäftsführung komplettierte. „Das Schöne an unserem Cross-Channel-Ansatz ist es, dass wir das eine tun können, ohne das andere zu lassen“, erläutert der erfahrene Manager, der parallel auch alle Register in puncto E-Commerce ziehen möchte: „Die Vorteilsschöpfung aus der Verbindung von persönlicher Beratung und digitaler Welt ist mir sehr wichtig.“

Neues Verwaltungsgebäude für 350 Mitarbeiter

Wer aktuell das „Hauptquartier“ von Förch in Neuenstadt am Kocher besucht, muss keine Bilanzen studieren, um die positive Entwicklung im Unternehmen mit eigenen Augen zu sehen: Wo heute noch eine Großbaustelle ist, entsteht ein neues Verwaltungszentrum, in dem schon bald 350 Menschen arbeiten. Darunter werden sich viele neue Mitarbeiter befinden, aber auch solche, die aufgrund des rasanten Wachstums der letzten Jahre zunächst in Außenstellen untergebracht werden mussten. Vom Neubau aus sollen auch die internationalen Aktivitäten gelenkt werden, die erheblich zur Stärke des Unternehmens beitragen: Aktuell ist die Marke Förch in mehr als 55 Nationen vertreten, wobei die Zahl der eigenen Ländergesellschaften durch zwei jüngst erfolgte Übernahmen auf 23 stieg.

Erstmals mehr Umsatz im Ausland als auf dem Heimatmarkt erwartet

Vor kurzem konnten „Normteknik“ in Schweden und „Lhomme Tools & Fasteners“ in Belgien erworben werden.

„Es sind die letzten Puzzlestücke für die Flächendeckung in Europa“, erläutert Gerhard Heilemann, der die Auslandsmärkte als wichtigen Wachstumsmotor sieht. Schon bisher lag dort das jährliche Umsatzplus mit circa 10 Prozent überdurchschnittlich hoch. „2019 könnte das internationale Geschäft erstmals das auf unserem Heimatmarkt übertreffen“, führt der Konzerngeschäftsführer aus. Doch auch in Deutschland geht die Expansion ungebremst weiter, so konnte unlängst die Firma „DuO Fasteners“, ein Experte für Befestigungselemente aus Wuppertal, übernommen werden. „Der Wachstumspfad geht ungebremst weiter“, freut sich Gerhard Heilemann, der das Unternehmen Förch in seinem Kernsegment mittlerweile unzweifelhaft als die Nummer zwei der Branche sieht. „Unsere Unternehmenskultur kommt uns hier sehr zugute: Bei uns gibt es kurze Wege, schnelle Entscheidungen und eine klare Zukunft. Vor allem aber steht der Mensch stets im Fokus. Und das hilft nicht nur im Kundenverhältnis, sondern macht uns auch als Arbeitgeber attraktiv.“

Quelle: Förch