Tipps für den Bremsscheibenwechsel Bremssystem, Industrie

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Beim Bremsscheibenwechsel auf Nummer sicher gehen

  • ZF Aftermarket sorgt mit Erstausrüsterqualität für mehr Sicherheit auf der Straße
  • TRW Bremsen-Portfolio erfüllt ECE-R90-Richtlinie
  • ZF Aftermarket-Experten geben Tipps zum Bremsscheibenwechsel bei Nutzfahrzeugen

Ob Sensorik, Bremsen, Airbags, Steuereinheiten oder Fahrwerkskomponenten: ZF verfügt über das umfassendste Sicherheitstechnologie-Portfolio aller Automobil-Zulieferer. Im Ersatzteilemarkt führt ZF Aftermarket diese Kompetenz fort und setzt sich aktiv für mehr Sicherheit auf der Straße ein. Als aktives Mitglied der offiziellen Arbeitsgruppe arbeitete der After-Sales-Spezialist inten­siv an der Bremsenprüfstand-Richtlinie ECE R90 mit und begrüßt, dass alle Ersatzteile die glei­chen Leistungsparameter wie Produkte der Erstausrüstung erfüllen müssen. Die Spezifikationen für TRW Bremsschreiben für schwere und leichte Nutzfahrzeuge liegen schon heute über den gesetzlichen Anforderungen der ECE-R90-Norm. Im Folgenden bietet ZF Aftermarket, wertvolle Tipps zum fachgerechten Wechsel von Bremsscheiben bei Nutzfahrzeugen.

Bremsscheiben sind sehr hohen mechanischen und thermischen Belastungen ausgesetzt. Hinzu kommen Umwelteinflüsse wie Spritzwasser, Straßenschmutz und Streumittel, die für zusätzlichen Verschleiß sorgen. Da Bremsscheiben zu den sicherheitsrelevantesten Fahrzeugkomponenten zählen, empfehlen ZF Aftermarket-Experten, das Auswechseln nur durch geschultes Fachpersonal vornehmen zu lassen. Dabei ist es von immenser Wichtigkeit, sich genau an die Bestimmungen, Richtlinien und Reparaturanleitungen des spezifischen Fahrzeugherstellers zu halten.

Bremsscheibenwechsel wenn Verschleißgrenze erreicht

Ist die Verschleißgrenze einer Bremsscheibe erreicht, die durch die Angabe der Mindestdicke durch den Hersteller definiert ist, muss sie erneuert werden (Bild 1). Noch vor dem Ausbau muss die neue Bremsscheibe mit der alten verglichen werden. Neben der richtigen Teilenummer und dem Design ist es wichtig, dass das zur fachgerechten Reparatur notwendige Zubehör vorrätig ist, um die Radnabe und die Bremsscheibe miteinander zu verbinden. Dieses umfasst neue Bolzen, Keile und Schmierstoffe wie auch das passende Werkzeug.

Das Fahrzeug muss zuerst vorsichtig angehoben und der Reifen abgenommen werden. Nachdem die Kabelverbindungen zum ABS-Sensor und zur Bremsbelag-Verschleißanzeige getrennt und der Bremszylinder entfernt wurden, müssen die Kolben des Bremssattels mechanisch zurückgestellt werden. Dazu die Dichtungskappe entfernen und den Adapter darunter gegen den Uhrzeigersinn drehen. Die Kolben geben dann den inneren Bremsbelag frei. Durch das „Durchdrehmoment“ der Überlastkupplung im Nachsteller wird dabei ein „Klick“-Geräusch erzeugt.

Jetzt können der Federsplint, der Sicherungsbolzen und der Belaghaltebügel zusammen mit den Bremsbelägen entnommen werden. Sobald die Befestigungsschrauben des Bremssattelträgers entfernt wurden, kann auch der Bremssattel komplett abgebaut werden.

Die Radnabe mit den Bremsscheiben ausbauen

Bitte beachten: Die Arbeitsvorgänge können je nach Bremssystem und Fahrzeughersteller stärker voneinander abweichen.

Um die Radnabe und die an ihr befestigte Bremsscheibe zu wechseln, müssen zuerst die Achsmutterkappe und die Achsmutter selbst entfernt werden. Dann die Radnabe und die Bremsscheibe abnehmen und auf eine stabile Arbeitsfläche legen. Jetzt kann der ABS-Ring abgenommen und alle Verbindungsbolzen zwischen der Radnabe und der Bremsscheibe gelockert und entnommen werden. Dann kann die Bremsscheibe auf einer Hydraulikpresse von der Radnabe gedrückt werden.

Bevor die neue Bremsscheibe montiert wird, müssen die Kontaktoberflächen auf der Radnabe gründlich gereinigt werden. Sie sollten zudem frei von Korrosion sein. Nach der sorgfältigen Reinigung wird die neue Bremsscheibe auf die Radnabe montiert. Beim Befestigen der Bremsscheibe an der Radnabe muss ein neuer Verbindungsschraubensatz benutzt werden.

Bremsbeläge niemals nachbearbeiten

Im nächsten Schritt wird ein neuer ABS-Ring an die Radnabe montiert. Nun kann die Radnabe wieder an der Achse angebracht und mit der Achsenmutter gesichert werden. Die Achsenmutter wird mit dem vorgegebenen Drehmoment befestigt und die Achsenmutterkappe aufgesteckt. Bevor der Bremssattel wieder angebracht wird, sollte die Bremsscheibe mit dem speziell von TRW entwickeltem Reiniger gesäubert werden. Im nächsten Schritt werden dann die neuen TRW Bremsbeläge in den Bremssattel eingesetzt und die dafür vorgesehenen Belaghaltefedern montiert.

Die Befestigungsschrauben mit dem vom Fahrzeughersteller vorgegebenen Drehmoment anziehen. Die Bremsbeläge dürfen dabei niemals nachbearbeitet werden. Schleifen oder Feilen der Rückseite des Belags kann mechanische oder thermische Überlastung und damit einen höheren Verschleiß nach sich ziehen. Geräuschbildung oder Klemmen in den Führungen der Bremssättel können die Folge sein.

Die Bremsleistung wird dadurch reduziert. Das Bremssystem also unbdingt unverändert lassen!

Jetzt kann der Bremszylinder montiert und die Kabel verbunden werden.

Die abschließenden Einstellarbeiten sind besonders wichtig, damit die Bremsen lange und zuverlässig funktionieren. Das Einstellverfahren ist gemäß den Herstellerangaben durchzuführen:

  • Den Nachsteller im Uhrzeigersinn soweit drehen, bis die Beläge die Bremsscheibe berühren. Den Nachsteller dabei nicht überdrehen!
  • Dann den Nachsteller um 3 bis 4 Klicks zurückdrehen.

Nachdem die Bremse betätigt und gelöst wurde, muss sich die Radnabe mit der Hand drehen lassen. Danach das Rad montieren, zentrieren und mit dem vom Fahrzeughersteller vorgeschriebenen Drehmoment befestigen.

Am Ende jedes Bremsscheibenwechsels sind die Funktionsprüfung im Rahmen einer Probefahrt und der anschließende Test auf einem Bremsenprüfstand besonders wichtig.

Sicherheitshalber Teile in OE-Qualität

Originalteile einzusetzen, die von Experten entwickelt und hergestellt wurden, ist im Hinblick auf die Sicherheit unerlässlich. ZF Aftermarket trägt dazu mit einer breiten TRW-Produktpalette in Erstausrüsterqualität bei: So ist die Werkstatt bestens gerüstet für alle Aufträge.

Quelle: ZF Aftermarket