A.T.U: Tipps für die Urlaubsfahrt Werkstatt

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So machen Sie Ihr Auto fit für den Urlaub

Gepäck einladen – Kofferraum zu und los geht’s: Mit der Fahrt in den Sommerurlaub beginnt für viele Menschen die schönste Jahreszeit. Damit die Freude über die wohlverdienten Ferien unterwegs nicht auf der Strecke bleibt, sollten Autofahrer ihren Wagen vor der Abfahrt einer gründlichen Überprüfung unterziehen. Franz Eiber, Kfz-Experte bei A.T.U, gibt Tipps für den automobilen Urlaubscheck.

Reifencheck?

„Je länger die Strecke, je größer die Hitze – desto eher kann es passieren, dass unterwegs ein Reifen platzt“, erläutert Eiber.

Pneus, die sichtbare Schäden aufweisen oder im Lauf der Zeit porös geworden sind, sollten aus Sicherheitsgründen ausgetauscht werden. Das gilt auch für abgefahrene Reifen. Ab einem Restprofil unter drei Millimetern steigt das Risiko für Aquaplaning-Unfälle bei starken Regenfällen erheblich an. Vor der Abreise muss zudem der Reifendruck überprüft und an die Beladung angepasst werden. Die korrekten Werte stehen im Tankdeckel beziehungsweise im Einstieg bei der Fahrertür und natürlich in der Bedienungsanleitung. Nicht zuletzt sollte man sich vor dem Start auch davon überzeugen, dass ein Reserverad oder Reifenpannenset verfügbar ist.

Flüssigkeitsstände ok?

Öl, Kühlwasser und Scheibenwischwasser sind zu überprüfen und bei Bedarf nachzufüllen. Achtung: Den Kühlwasserbehälter nie bei heißem Motor öffnen – er steht unter Druck. Den Ölstand überprüft man am besten einige Minuten nach Fahrtende. Außerdem sollte geklärt werden, ob ein Öl- oder Bremsflüssigkeitswechsel ansteht.

Licht und Sicht

Wichtig für eine klare Sicht sind intakte Wischerblätter. Ist das Material brüchig oder zieht der Wischer Schlieren, sollte er ersetzt werden. Vor dem Urlaub ist zudem ein kurzer Lichtcheck fällig. Funktionieren alle Scheinwerfer, Blinker und Rücklichter einwandfrei? Das lässt sich am besten zu zweit klären.

Klimaanlage in Schuss?

Für einen zuverlässigen und gesunden Kühlkomfort muss die Klimaanlage im Auto spätestens alle zwei Jahre gewartet und bei Bedarf desinfiziert werden. Wartung und Desinfektion der Klimaanlage sind jedoch in der Regel kein Bestandteil der normalen Inspektion und werden daher schnell übersehen. Infolgedessen kann es zu teuren Schäden am Kompressor oder zu unangenehmen Gerüchen durch Sporen, Pilze oder Keime im Lüftungssystem kommen.

Vorsicht Steinschlag

Damit sich ein Steinschlag auf der Windschutzscheibe unterwegs nicht zum großen Glasschaden ausweitet, sollte dieser spätestens vor längeren Fahrten behoben werden. Viele Kfz-Werkstätten bieten hierfür einfache und günstige Reparaturmethoden an. Von der Kaskoversicherung werden die Kosten zudem in der Regel ohne Erhöhung des Versicherungstarifes übernommen.

UV-Schutz für die Rückbank

Unter brütender Hitze und starker UV-Bestrahlung leiden vor allem die Passagiere auf der Rückbank. Den besten Schutz bieten Tönungsfolien, die fest auf den Autoscheiben angebracht werden. Nicht ganz so wirksam, aber flexibler sind Sonnenblenden oder Rollos, die mit Saugnäpfen befestigt und bei Bedarf schnell wieder entfernt werden können. Alternativ kann man auch einfach lösbare und wiederverwendbare Sonnenschutz-Pads auf die Scheiben kleben. Vorteil bei dieser Lösung ist, dass sich die Fenster weiterhin öffnen und schließen lassen.

Dachbox für Zusatzgepäck

Bei einem starken Aufprall oder plötzlichen Bremsen geht von umherfliegenden Gepäckstücken eine große Gefahr für die Insassen aus. Rückbank und Heckablage sollten daher stets freigehalten werden. Reicht der Platz im Kofferraum nicht aus, empfiehlt sich die Anschaffung einer Dachbox plus passendem Trägersystem. Im Autofachhandel, beispielsweise bei A.T.U, ist eine große Auswahl in verschiedenen Preisklassen, Größen und für nahezu jeden Fahrzeugtyp erhältlich. Wichtig ist es, die jeweiligen Gewichtsbeschränkungen sowie die zulässige Gesamtlast für das Dach zu berücksichtigen.

Fahrräder an Bord

Fahrräder können entweder ebenfalls auf einem Dachträger oder huckepack auf einem Heckträger transportiert werden. Letzterer wird auf der Anhängerkupplung montiert und hat den Vorteil, dass die Räder sehr einfach und bequem auf- und abgeladen werden können. Außerdem stehen sie nicht im Wind, was sich positiv auf den Luftwiderstand und damit auf den Spritverbrauch auswirkt. Bei den deutlich schwereren Elektrorädern kommt ein Dachtransport wegen der Überschreitung der zulässigen Lasten ohnehin nicht in Frage. Auch Heckträger und Anhänger-Kupplung müssen in diesem Fall speziell für das höhere Gewicht ausgelegt sein.

Inspektion vorziehen

Wer hinsichtlich Bremsen, Stoßdämpfer, Lenkung, Radlager oder Spurverhalten auf Nummer sicher gehen möchte, sollte rechtzeitig vor Reiseantritt einen Werkstattbesuch einplanen. Falls ohnehin in Kürze eine Inspektion, eine Hauptuntersuchung oder ein Zahnriemenwechsel ansteht, empfiehlt es sich, diesen Termin vorzuziehen und danach entspannt in die Ferien zu fahren.

Nicht vergessen: Warndreieck, Verbandskasten, Rettungsweste gehören immer mit an Bord – und für alle Fälle auch eine Landkarte – falls das Navi ausfällt. Außerdem sollte man sich rechtzeitig danach erkundigen, welches Zubehör im Urlaubsland vorgeschrieben ist.

Quelle: A.T.U