Stimmungseintrübung der Teilehändler Teilehandel

gva hartmut roehl

GVA Branchenkonjunktur: Leichte Stimmungseintrübung in der zweiten Jahreshälfte

Nach einem wirtschaftlich recht guten Start in das Jahr hat sich die Stimmung  bei den GVA Teilehändlern zuletzt etwas eingetrübt, so lässt sich der allgemeine Tenor vieler Teilnehmerstimmen der GVA Jahresmitgliederversammlung im November zum Geschäftsklima zusammenfassen. Gemäß den Ergebnissen einer Befragung des GVA unter den GVA Mitgliedern meldeten zwar gut 63 Prozent der Teilehändler gestiegene Umsätze nach den ersten drei Quartalen 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das sind allerdings rund 7 Prozentpunkte weniger als nach dem zweiten Quartal und etwa 20 Prozentpunkte weniger als nach den ersten drei Monaten dieses Jahres.

GVA Präsident Hartmut Röhl: „Generell waren die ersten Monate zumeist von einem relativ ausgeprägten Auf und Ab in den Umsätzen geprägt. Im weiteren Jahresverlauf wurde die Entwicklung ausgeglichener aber die Stimmung dafür insgesamt spürbar verhaltener. Wir hoffen, ein gutes viertes Quartal wird dafür sorgen, dass am Ende des Jahres für den Teilehandel insgesamt eine schwarze Null stehen wird oder ein leichtes Umsatzplus möglich ist.“ Auch in diesem Jahr lassen sich im freien Markt ausgeprägte individuelle Unternehmenskonjunkturen beobachten, die auf eine intensive Wettbewerbssituation zwischen den freien Teilehändlern schließen lassen und des Weiteren auf generell viel Bewegung in der Branche hindeuten. Gleichzeitig erlebt die Branche einen anhaltenden Konzentrationsprozess.

GVA Präsident Hartmut Röhl führt aus: „Das Karussell mit Unternehmensübernahmen und -zusammenschlüssen dreht sich weiter. Dadurch, dass zuletzt zunehmend ausländische Investoren das Potential des von kleinen und mittelständischen Unternehmen geprägten freien Teilehandels entdeckt haben, hat sich diese Entwicklung noch einmal beschleunigt. Die wachsenden Herausforderungen an die Unternehmen etwa aus der fortschreitenden Digitalisierung und die ebenfalls steigenden Risiken durch zum Teil fragwürdiges Agieren von Fahrzeugherstellern in ihren Bestrebungen den Kfz-Aftermarket für sich zu monopolisieren, führt dazu, dass manche Teilehändler auf „Größe“ setzen, um auch zukünftig noch erfolgreich am Markt zu bestehen. Das ist eine Entwicklung, die sicherlich noch nicht abgeschlossen ist.“

Quelle: GVA

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