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Bundesleistungswettbewerb im Reifenhandwerk: Hessens Landessieger Noel Knöckel erlangt auch den Bundessieg

28. November 2016  - Noel Knöckel von Reifen Hofmann GmbH & Co. KG aus Bebra ist Deutschlands bester Geselle im Reifenhandwerk 2016. Beim diesjährigen Bundesleistungswettbewerb der Vulkaniseur-Handwerksjugend erreichte der im Schwerpunkt Reifen-/Fahrwerktechnik ausgebildete Nachwuchshandwerker mit 85,7 von maximal 100 erreichbaren Punkten die Note „gut“.

Die Ausscheidung ist Bestandteil des vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) jährlich für alle Gewerke ausgeschriebenen Leistungswettbewerbs des deutschen Handwerks und wird für das Reifenhandwerk vom Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV, Bonn) initiiert. In diesem Jahr waren sechs zuvor von den Gesellenprüfungsausschüssen der Vulkaniseur-/Reifenmechanikerinnungen ermittelten Landessieger seiner Einladung gefolgt, am 17. November in den Schulungsräumen der Stahlgruber-Stiftung München um den Bundessieg zu konkurrieren. Innerhalb von acht Stunden mussten die Wettbewerbsteilnehmer hier einen zweiteiligen Arbeitsauftrag handwerklich sauber ausführen. Teil 1 verlangte, einen Pkw-Reifen mit Laufflächenschaden unter Beachtung der geltenden Richtlinien fachgerecht zu reparieren, nach Instandsetzung zu montieren und auszuwuchten. In Teil 2 mussten die Teilnehmer im Bereich der reparierten Stelle den Reifenaufbau durch abgestuftes Aufschneiden der Lauffläche freilegen. Dabei sollte die Reparaturstelle in der Mitte liegen und die übrigen Reifenteile durften bei der Arbeit nicht verletzt werden. Reifenhersteller Goodyear Dunlop, der seit vielen Jahren den Wettbewerb sponsert, hatte hierfür einheitlich präparierte Neureifen zur Verfügung gestellt.

„Jeder der Landessieger ging rasch ans Werkeln. Besonders bemerkenswert waren im schwierigeren zweiten Teil der Prüfung die Techniken der einzelnen Teilnehmer beim Abstufen und die Handhabung der Werkzeuge.“, berichtet Heinz Laatsch, Vulkaniseurmeister und Schulungsleiter der Stahlgruber-Stiftung. Als Vorsitzender der dreiköpfigen Prüfungskommission hebt er zudem die vorbildliche Einhaltung der geltenden Unfallverhütungsvorschriften durch die Wettbewerbsteilnehmer hervor. Die Lösung der anspruchsvollen Aufgaben unter Zeit- und Konkurrenzdruck verlangte den Handwerksgesellen jedoch einiges ab: „Nach längerer Zeit zeigten einige Teilnehmer Konzentrationsschwächen und auch leises Kopfschütteln bei der Arbeit.“, sagt Laatsch.

Ein Blick auf die Gesamtergebnisse des langen Tages zeigt, dass der diesjährige Erstplatzierte die gestellten Aufgaben mit recht deutlichem Vorsprung gegenüber seinen Mitbewerbern bewältigt hat: Bundessieger mit 85,7 Punkten: Noel Knöckel, Reifen Hofmann GmbH & Co.KG (Bebra; Landessieger Hessen in der Fachrichtung Reifen-/Fahrwerktechnik). Platz 2 (68,3 Punkte): Pascal Glocker von Reifen Schmid, Messkirch (Landessieger BadenWürttemberg, Fachrichtung Reifen-/Fahrwerktechnik).

Platz 3 (65,2 Punkte): Sebastian Pfleger, Reifen Gressel (Würzburg; Landessieger Bayern in der Fachrichtung Reifen-/Fahrwerktechnik).

Platz 4 (60,3 Punkte): Stefan Schuster, FSD Handelsweg GmbH, Preetz (Landessieger SchleswigHolstein, Fachrichtung Vulkanisationstechnik)

Platz 5 (54,3 Punkte): Moris Khalil, VULCO Reifenrunderneuerung GmbH, Friedberg (Landessieger Bayern, Fachrichtung Vulkanisationstechnik)

Platz 6 (37,2 Punkte): Jason Lankenau, Emigholz GmbH, Bremen (Landessieger Bremen, Fachrichtung Vulkanisationstechnik).

Der Bundessieger wurde für seine Top-Leistung mit einem Prämienscheck von Wettbewerbssponsor Goodyear Dunlop sowie einem kostenlosen Platz in einem der Weiterbildungslehrgänge zum „BRV-Juniormanager im Reifenfachhandel“ belohnt. Außerdem stifteten der Sponsor Sachpreise für alle Teilnehmer und der Verband dem Zweit- und Drittplatzierten je eine kostenlose Teilnahme am BRV-Reifenfachverkäufer-Lehrgang.

„Ein ausdrücklicher Dank gilt der Prüfungskommission, Goodyear Dunlop sowie der StahlgruberStiftung – ohne sie könnten wir den Bundeswettbewerb im Reifenhandwerk nicht realisieren“, hebt BRV-Chef Peter Hülzer hervor. Prüfungsvorsitzender Heinz Laatsch fügt hinzu: „Danke an alle Beteiligten, für unser Handwerk etwas ‚Gutes zu tun‘.“ Und ergänzt mit Blick auf die rückläufigen Ausbildungszahlen im Reifenhandwerk: „An dieser Stelle möchte nochmals für diesen Bundesausscheid werben: Kommt und zeigt, dass es uns noch gibt!“

Quelle: BRV