A.T.U mit Tipps für den Winter Reifen, Werkstatt

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Tipps für das Autofahren im Winter

Mit dem ersten Schnee heißt es jetzt vielerorts wieder: Ski und Rodel gut. Doch was die Herzen von Kindern, passionierten Schneemannbauern und Freizeitsportlern höherschlagen lässt, versetzt die Autofahrer in die höchste Alarmstufe. Das Fahren auf Schnee, Matsch und Eis birgt zahlreiche Risiken und Gefahren. Kfz-Experte Franz Eiber von A.T.U gibt Tipps, wie Sie sicher durch den Autowinter kommen.

1. Mit Winterreifen fahren. Spätestens beim ersten Schneefall oder Kälteeinbruch sollten Autofahrer mit Winterreifen fahren. Wer jetzt noch mit Sommerreifen unterwegs ist, bringt sich und seine Mitmenschen in Gefahr. Außerdem riskiert er empfindliche Bußgelder, eventuell einen Punkt in Flensburg und – bei einem Unfall – unter Umständen sogar die Versicherungsleistung.

2. Das Auto von Schnee und Eis befreien. Häufige Unfallursache und ebenfalls bußgeldpflichtig ist das Fahren mit einem kleinen freigekratzten Sichtloch in der zugefrorenen Windschutzscheibe. Vor dem Fahrtantritt sind Autoscheiben und Dach, Scheinwerfer, Rücklichter, Blinker sowie Kfz-Kennzeichen von Schnee und Eis zu befreien. Übrigens ist es verboten, den Motor dabei im Leerlauf zu betreiben, um die Heizung zu nutzen. Auch hierfür ist ein Bußgeld fällig.

3. Nie bei Glatteis fahren. Wenn gefrierender Regen die Fahrbahn plötzlich in eine spiegelglatte Eisfläche verwandelt, hilft nur eines: Gar nicht erst losfahren beziehungsweise sofort eine sichere Abstellmöglichkeit suchen und auf den Streudienst warten. Bei Glatteis ist das Fahrzeug nicht beherrschbar.

4. Einen höheren Gang einlegen. Bei Schnee und Matsch empfiehlt es sich, untertourig zu fahren, also möglichst früh den nächst höheren Gang einzulegen. So entsteht weniger Drehmoment an den Rädern, das unterstützt den Halt auf rutschigem Untergrund. Auch das Anfahren erfolgt wenn möglich schon im zweiten Gang. Um das Durchdrehen der Räder zu verhindern, lässt man die Kupplung langsam kommen und gibt nur vorsichtig Gas.

5. Tempo und Fahrstil anpassen. Auf glatten Straßen reagiert das Auto nicht nur anders als sonst, auch der Bremsweg ist um ein Vielfaches länger. Daher gilt die Regel: Runter vom Gas und deutlich mehr Abstand zum Vordermann! Aber auch beim Bremsen, Lenken und Spurwechseln sollte man viel behutsamer als normalerweise vorgehen. Wer hier zu heftig agiert, verliert schnell die Kontrolle über sein Fahrzeug.

6. Für gute Sicht sorgen. Einwandfreie Scheibenwischer sind ein Muss: Wenn sie rissig sind oder Schlieren ziehen, müssen sie ausgetauscht werden. Bei starkem Schneefall verhelfen Nebelscheinwerfer zu einer besseren Sicht. Hilfreich für den nachfolgenden Verkehr sind Nebelschlussleuchten, die jedoch erst ab einer Sichtweite von unter 50 Metern eingeschaltet werden dürfen.

7. Ausreichenden Frostschutz sicherstellen. Ein frostsicheres Reinigungsmittel für die Scheibenwaschanlage ist in der kalten Jahreszeit ebenfalls ein Muss. Sonst können die Düsen verreisen oder das Wischwasser kann während der Fahrt auf der Scheibe festfrieren. Aber auch das Kühlwasser benötigt einen entsprechenden Frostschutz, damit das Auto bei Temperaturen von bis zu minus 25 Grad Celsius noch fahrtüchtig ist.

8. Ein Notfallpaket packen. „Im Winter sollten Autofahrer stets ein Notfallpaket dabeihaben“, empfiehlt Franz Eiber. Neben dem Eiskratzer und dem Schneebesen gehört vor allem auch die persönliche Ausstattung wie Handschuhe, Mütze, Winterjacke und eine Decke dazu. Gute Dienste leisten zudem ein Antibeschlagmittel für die Innenscheiben sowie ein Spray zum Auflösen der Eisschicht auf den Scheiben. Falls die Gefahr besteht, irgendwo auf der Straße im Schneetreiben liegen zu bleiben, sollte man auch etwas zu essen und zu trinken an Bord haben – und ganz wichtig: ausreichend Sprit im Tank.

Quelle: A.T.U