Wechsel in der VDA-Geschäftsführung Dienstleistung, Mobility, Personalien

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Dr. Joachim Damasky neuer VDA-Geschäftsführer Technik und Umwelt

Mit Wirkung vom 1. Mai 2016 wird Dr. Joachim Damasky (54) zum Geschäftsführer Technik und Umwelt des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) berufen. Er ist Nachfolger von Dr. Ulrich Eichhorn (54), der am 1. April zum Volkswagen-Konzern zurückgekehrt ist und dort die Steuerung des Konzernbereichs Forschung und Entwicklung übernommen hat.

Als VDA-Geschäftsführer Technik und Umwelt wird Dr. Damasky herstellergruppenübergreifend u. a. zuständig sein für die Themen Technik, Sicherheit, Umweltschutz, Forschung, Qualitätsmanagement, Elektromobilität sowie das Vernetzte und Automatisierte Fahren. Zudem wird er die VDA-Interessen in verschiedenen Gremien, beispielsweise DIN, ISO und TÜV, übernehmen.

Dr. Damasky stammt aus Gießen und hat an der Technischen Universität Darmstadt von 1981 bis 1988 Elektrotechnik studiert. Von 1989 bis 1994 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Elektrische Energieversorgung, Fachgebiet Lichttechnik; 1995 wurde er promoviert.

Von 1994 bis 2008 arbeitete Dr. Damasky bei der Hella KGaA Hueck & Co. (Lippstadt), von 2005 bis 2008 als Produktbereichsleiter sowie als Kaufmännischer Geschäftsführer der Behr Hella Service GmbH (Hessental). Von August 2008 bis Juni 2012 war Dr. Damasky Mitglied des Vorstands der Webasto AG (Stockdorf), von Juli 2012 bis September 2015 Mitglied des Vorstands der Webasto SE und Vorsitzender des Vorstandes der Webasto Thermo und Comfort SE.

Zu seinen Aufgabenschwerpunkten gehörten u. a. die Neuausrichtung und der Ausbau des Konzernbereichs Elektromechanik und Elektronik zur weltweiten Betreuung aller Entwicklungsprojekte für Schiebedach, Cabrio und Thermo nach Autosar und DIN/ISO 26262. Unter seiner Verantwortung wurden bei der Webasto Thermo & Comfort SE im Bereich Feld- und Anlieferqualität für Pkw- und Nutzfahrzeug-OEM erhebliche Qualitätsverbesserungen erreicht, Herstellkosten zweistellig gesenkt und das operative Ergebnis deutlich gesteigert. Zudem baute er die Weltmarktführerschaft im Bereich der kraftstoffbetriebenen Stand- und Zuheizungssysteme aus. Zur Zukunftssicherung des Thermo-Bereiches initiierte und verantwortete er die Entwicklung und Markteinführung eines neuartigen elektrischen Heizsystems für Hochvolt-Bordnetze zur kraftstoffunabhängigen Beheizung von Hybrid- und Elektrofahrzeugen.

Dr. Damasky war überdies für Zukauf und Integration von Firmen in Italien und der Türkei sowie für die Gründung eines Joint-Ventures in China verantwortlich, ebenso für den Aufbau eines After-Market-Logistiksystems. Auch die Neuausrichtung der IT-Strukturen zählte zu seinen Aufgaben.

Dr. Damasky arbeitete viele Jahre ehrenamtlich in VDA-Gremien. Seit 2008 war er stellvertretender Vorsitzender des VDA-Entwicklungsleiterkreises der Herstellergruppe III (Teile und Zubehör). Zudem vertrat er Webasto im VDA-Arbeitskreis Aftermarket der Herstellergruppe III sowie im Ausschuss Aftermarket der Herstellergruppen I, II und III.

VDA-Präsident Matthias Wissmann betonte: „Mit Dr. Damasky gewinnt der VDA für die Geschäftsführung einen branchenweit anerkannten Automobilexperten mit langjähriger Vorstandserfahrung bei einem unserer großen Zulieferer. Insbesondere seine Expertise im IT- und Elektronikbereich ist für die Megatrends der Zukunft – die Elektromobilität sowie das Vernetzte und Automatisierte Fahren – von zentraler Bedeutung für die Arbeit im VDA. Dr. Damasky verfügt – zusätzlich zu seinen hohen Management-Qualitäten – über viele Jahre Verbandserfahrung in unseren Gremien sowie ein tiefes Verständnis für die Zusammenarbeit von Automobilherstellern und Zulieferern, die ein wesentliches Aufgabenfeld des VDA darstellt.“

Wissmann dankte Dr. Eichhorn: „Seine herausragende Expertise im Automobil- und Motorenbau hat in den vergangenen vier Jahren zu einer deutlichen Stärkung des Verbandes geführt. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, die Innovationskraft der deutschen Automobilindustrie weiter zu steigern. Zu seiner neuen Herausforderung wünsche ich ihm viel Glück und einen guten Start. Den Ruf in die Konzernzentrale von Volkswagen verstehe ich auch als Ausdruck der Wertschätzung unserer Mitgliedsunternehmen für die VDA-Verbandsarbeit. Der personelle Austausch zwischen Unternehmen und Verband ist gerade in den vergangenen Jahren gewachsen und wird auch künftig für beide Seiten von Nutzen sein.“

Zur VDA-Geschäftsführung gehören weiterhin unverändert Klaus Bräunig und Dr. Kay Lindemann.

Quelle: VDA